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Zuckerhandl

48° 52′ N, 16° 6′ O

Suchohrdly u Znojma

Znaim

Geschichte
Zu Beginn des 13.Jh. dem Kloster Bruck gewidmet, bei dem es bis zur Auflösung 1784 bleibt, erstmals verzeichnet 1226. Nach Verödung durch den 30jährigen Krieg 1670 neu besiedelt. 1809 wohnt Napoleon im Roten Hof. Die Ortsbewohner sind geflohen, die Franzosen reißen alle Türen und Tore heraus und bauen daraus Zelte. Am 10./11.Juli beobachtet er von der Haikahöhe die Schlacht bei Znaim, dort wird eine Eiche gepflanzt zum Dank dafür, daß dem Ort kein Schaden erwachsen ist; 1909 vom Blitzgetroffen, wird sie ersetzt: Napoleoneiche genannt. 1855 sterben 80 Menschen an der Cholera.
Im I.Weltkrieg fallen 24 Mann, im Zweiten 16 Mann.

Andachten in der Kapelle:
Am 4.Mai hl.Florian, Ortspatron, Prozession nach Mühlfraun.
An den 3 Bittagen Prozessionen nach Mühlfraun (1.) und im Ort.
Am Sonntag nach hl.Anna (26.Juli) Prozession nach Maispitz.
Zu Maria Himmelfahrt am 15.August Prozession nach Pöltenberg.
In der Karwoche tägliche Abendandacht.
An allen Sonn- und Feiertagen von der Kreuzwoche bis Michaeli nachmittags Rosenkranzandacht.

Matriken seit 1580 (bei Znaim-Klosterbruck).

Bezirk und Gericht Znaim

Längsangerdorf 1177 ha, 290 m ü.d.M.

Anbau: Wein- und Obstbau von Höfen bis 10ha, Haupteinnahmequelle Kirschen und Gurken (diese ab 1868). Ab 1848 steigt der Viehstand bedeutend an. Höfe: ein Halblähner, 15 Viertellähner, mehrere Achtellähner, Kleinhäusler und 11 Inwohner.

Baudenkmäler, Einrichtungen:
Kapelle Hl.Margareta 1829, mit Glockenturm; eingepfarrt nach Kloster Bruck.
Friedhof, 1922 (davor Klosterbruck).
8 (9?) Heiligenstatuen, 1721 auf dem Fahrweg nach Töstitz aufgestellt, 4 sind vorhanden.
Kriegerdenkmal, 1945 zerstört.

Schulen:
Volksschule, 1904, Schulbau 1833-35, einklassig, Um- und Zubau 1891, zweiklassig; bis 1831 nach Klein-Teßwitz eingeschult.
Am 2.Oktober 1919 wird eine tschechische Minderheits-Volksschule im Gebäude der deutschen Volksschule eingerichtet, einklassig, 1929-1938 zweiklassig (1934: 64 Schüler).

Gewerbe:
Güter Burgholz und Roter Hof, 1721.
2 Gasthäuser, 2 Kaufmannsläden, 2 Bäckereien, 2 Schmiede, 2 Schuhmacher.

Vereine:
Freiwillige Feuerwehr, 1896.
Deutschvölkischer Turnverein, 1920.
Sozialdemokratischer Turnverein, 1930 (1938 zusammengelegt).


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