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Zoppanz

48° 57′ N, 15° 30′O

Županovice

Zlabings

Geschichte
Erstmals urkundlich erwähnt 1353, im 15.Jh. noch Lehen zu Hardegg, kommt 1632 zu Döschen zur Herrschaft Althart und 1692 zur Herrschaft Pullitz. Bis 1871 ist eine nahgelegene Eisenerzgrube in Betrieb, das Schürfrecht besitzt das Haus Österreich-Este; das Erz wird mit Pferdefuhrwerken nach Wölking, später nach Chlumetz gebracht. 1890 werden die Grundbesitzer von Erzherzog Ferdinand abgefunden, für den Anteil der Gemeinde wird ein großes Steinkreuz gekauft und an der Straße nach Piesling aufgestellt. Im Ersten Weltkrieg fällt ein Mann. Am 9.Juni 1945 werden die Deutschen vertrieben, drei Familien müssen bleiben, um das Vieh zu versorgen.

Brauchtum
Kirtag am Sonntag nach Matthias (21.Sept.), um 1900 auf den Sonntag nach Theresia (15.Okt.) verlegt.
Am Donnerstag nach Andreas (30.Nov.) werden Gemeindeschmied und Gemeindediener bezahlt und neu bestellt. Fürs Gänsehüten werden von den Gänsebesitzern fünfeinhalb Metzen Korn bezahlt, gemessen in den alten hölzernen Fässern, die der Gemeindevorstand vom Boden holt. Daneben wird ein kleiner Betrag aus eingesammeltem Geld gezahlt. Für Nachtwache und Flurhüten erhält der Gemeindediener von jedem Eigentümer einen halben Metzen Korn, Waldhüten wird bar bezahlt, für Gebetläuten ein Achtel Korn je Eigentümer. Anschließend wird mit dem übriggebliebenen Geld gefeiert, die Frau Bürgermeister brät u.U. auch einen Hasen.
Bis 1914 wird der Gemeindebesitz an Wald, Wiesen und Hutweiden von den 19 Grundeigentümern zu gleichen Teilen genutzt, dasselbe gilt für Wegebau, Schneeräumen, Fuhren oder Gemeindekosten. Später werden Wiese und Weide verpachtet, jede geleistete Arbeit vergütet.

Matriken seit 1625 (bei Döschen)

Bezirk Mährisch-Budwitz, Gericht Jamnitz

Platzdorf 446 ha, 512m ü.d.M.

Einrichtungen:
Schmiede,
Pfarre Döschen, Post Döschen, Eingeschult nach Döschen