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Znaim

48° 51′ N, 16° 3′ O

Znojmo

Znaim

Geschichte
Der Stadtname ist vermutlich keltischen Ursprungs (snao = fließendes Wasser). Demgegenüber behauptet die tschechische Forschung eine slawische Herkunft (znoj = Glut, Sonnenhitze). Ihren Ausgangspunkt hat die Stadt in der Ansiedlung (suburbium) um eine Burg, die seit dem 11.Jh. Sitz und Mittelpunkt eines der drei mährischen Teilfürstentümer (Olmütz-Brünn-Znaim) ist.
1030 ist die Burg Znaim noch ein durch Palisaden geschützter Holzbau, 1052 nennt eine Urkunde König B?etislaws den Burgflecken Znoim.
1058 errichtet B?etislaws Gattin Judith von Schweinfurt eine Kapelle an der Stelle des 1190 gestifteten Klosters Bruck.
1061-1092 regiert Konrad I. das Teilfürstentum Znaim.
1092-1112 regiert Luitpold I. das Teilfürstentum Znaim, unter ihm wird 1106 die Burgkapelle St.Katharina (fälschlich „Heidentempel“ genannt) errichtet, der älteste erhaltene sakrale Steinbau Mährens.
1145 ist die Znaimer Burg als fester Steinbau beurkundet.
1190 erhält das neugestiftete Kloster Bruck das Patronatsrecht über die Kirche zum hl.Nikolaus im Burgflecken Znaim.
1222 entsteht das erste Dominikanerkloster.
König Przemysl Ottokar I. bestätigt die Geltung des mährischen Landrechts für Znaim (Conradinischer Rechtsstreit).
1226 Stadtrechtverleihung und Stadterhebung mit Urkunde vom 19.September durch König Przemysl Ottokar I.
Die Pfarreien St.Niklas und St.Michael werden voneinander abgegrenzt; viele Einwohner tragen deutsche Namen.
1256 Beginn der Steinummauerung: Befestigungsanlagen anstelle von Palisaden (fertiggestellt 1260).
1278 Nach dem Sieg Kaiser Rudolfs I. von Habsburg über König Przemysl Ottokar II. in der Schlacht auf dem Marchfelde unterwirft sich im Lager von Rossitz die Stadt Znaim dem Kaiser und erhält von ihm alle bisherigen Privilegien bestätigt; er verleiht der Stadt die gleichen Rechte, wie sie Wien hat. Der Kuhberg wird Eigentum der Stadt.
1279 wird die Leiche König Ottokars II. im März in Znaim öffentlich ausgestellt, danach in der Minoritenkirche bestattet, 1297 werden die Gebeine nach Prag (St.Veitsdom) überführt.
1288 Besuch König Wenzels II. (1283-1305) in Znaim.
1307-1308 Belagerung Znaims durch Friedrich von Österreich während des Thronkampfes um Böhmen und Mähren mit Heinrich von Kärnten.
1308 Frieden von Znaim am 14.August zwischen Friedrich und Heinrich, der Znaim an Österreich verpfändet (bis 24.8.1323).
1310 wird der erste gewählte Bürgermeister von Znaim beurkundet: Hermann Pechan.
1327 und 1335 verheeren Feuersbrünste Teile der Stadt, auch die älteste St.Niklaskirche (1190 entstanden).
1336 Neubau der St.Niklaskirche nach Plänen von Peter Parler beschlossen, 1338-1346 ausgeführt.
1348 ist Kaiser Karl IV. am 12.Mai in Znaim und bestätigt alle Privilegien der Stadt.
1351 wütet die Pest in Znaim und vernichtet fast 2/3 der Einwohner (davor aufgetreten 1280, 1296, 1301, 1317, 1324, 1349, danach 1364, 1410, 1423, 1431, 1451).
1363 Verwaltungsreform: die Stadt wird in 4 Viertel eingeteilt.
1380 entsteht im Süden vor den Toren der Stadt das Spital St.Elisabeth.
1400 zerstört eine Feuersbrunst Teile der östlichen Stadt mit dem Dominikanerkloster.
1401-1405 bemächtigen sich Raubritter „Scheckel“ und „Dürrteufel“ der Znaimer Burg und drangsalieren Rat und Bürger.
1421 bestätigt Kaiser Sigismund am 29. März alle Privilegien der Stadt.
1432 belagern die Hussiten vergeblich Znaim. Sie verwüsten Kloster Bruck und das gesamte Umland, bis in der Schlacht bei Znaim 1432 die vereinigten Österreicher und Mährer die Hussiten zum Abzug zwingen; schwere wirtschaftliche Schäden.
1433 wird die erste Thayabrücke am Fuß des Tränkberges beurkundet, eine Holzbrücke mit Bedachung, erneuert 1590 und 1680.
1437 stirbt Kaiser Sigismund in Znaim auf der Reise von Prag nach Ungarn und wird 3 Tage in der St. Niklaskirche aufgebahrt.
1445-1448 erbaut Niklas von Edelspitz (1420-1500) den Znaimer Rathausturm, das Wahrzeichen der Stadt.
1454 Ausweisung der Juden – wie aus allen königlichen Städten – auf Befehl König Albrechts vom 25.Juli, erst 1848 können sie zurückkehren.
1469 errichten die Franziskaner ein Kloster in der unteren Vorstadt, aus dem 1534 ein Spital entsteht, als die Franziskaner in das Minoritenkloster bei der Burg umziehen.
1490 großer Stadtbrand. Znaim erhält einen zweiten Jahrmarkt.
1523 König Ludwig erteilt Znaim das Municipalrecht.
1523-1562 entsteht der ZNAIMER CODEX (Stadtrechtsbuch).
1530 kommen Wiedertäufer aus Tirol und Salzburg, sie werden 1535 ausgewiesen.
1532 Verleihung des Bergrechts auf Eisen, 1534 des alleinigen Bierbraurechts.
1535 tagt in Znaim unter Vorsitz Kaiser Ferdinands der Mährische Landtag (danach in den Jahren 1539, 1542, 1567, 1600).
1542 beginnt sich Luthers Lehre zu verbreiten, seit 1555 hat St. Niklas einen lutherischen Pfarrer.
1551 fordert die Pest zahlreiche Opfer, ebenso 1538/59, 1570/71 und 1584. Das Patronatsrecht über die Kirche St. Michael geht vom Klarissinnenkloster an die Stadt über. Die Michaelerkirche wird damit Zentrum des Protestantismus.
1574-1585 sind der gesamte Rat, der nur deutsche Namen aufweist, und fast die ganze Bevölkerung lutherisch, nur die Besitzungen des Klosters Bruck sowie die der Kreuzherren vom Pöltenberg bleiben katholisch. Regierungsverfügungen in tschechischer Sprache werden in deutscher Sprache beantwortet. 1615 entscheidet der Landtag, daß jeder die tschechische Nation tödlich beleidige, der Tschechisch sprechen kann und es nicht tut.
1589 legt die Stadt ein Wasserleitungswerk an.
1608 treffen Kaiser Rudolf und Matthias am 23.April mit großem Gefolge in Znaim zusammen.
1610 wird Znaim Station der neuerrichteten mährischen Landespost, bedeutsam für die künftige wirtschaftliche Entwicklung.
1618 erteilt König Matthias das Recht auf Abhaltung von zwei Jahrmärkten.
1619 tagt der mährische Landtag am 23.April in Znaim, die Stadtbefestigungen werden verstärkt.
1620 Nach der Schlacht am Weißen Berg Wechsel des Burghauptmanns und im Stadtregiment, Einsetzen der Gegenreformation. 36 Bürger werden mit Verlust ihres Vermögens bestraft.
1621 setzt ein Rescript Kaiser Ferdinands vom 3.Mai königliche Stadtrichter ein, die bis 1782 praktisch in allen städtischen Angelegenheiten entscheiden.
1623 Hungersnot und in der Folge Aufflackern der Pest.
1624 Gründung des Gymnasiums durch die Jesuiten, die gleichzeitig die St.Michaelkirche übernehmen; die dortige protestantische Schule wird geschlossen; starke Erfolge in der Rekatholisierung.
1628 tagt in Anwesenheit des Kaisers der Mährische Landtag in Znaim.
1631 Wallenstein weilt in Znaim, Abschluß der „Znaimer Verträge“.
1632 Wallensteins Heer sammelt sich und lagert auf dem Kuhberg, Wallenstein und seine Obristen wohnen in der Stadt.
1645 März-Oktober schwere Verwüstungen in Stadt und Umland durch die Schweden, Znaim fällt im Handstreich in die Gewalt Torstensons, der 24 000 Taler erpreßt.
1650 Feuersbrunst in zwei Stadtvierteln, Neubau der Türme der Dominikanerkirche seit 1653 (siehe 1735).
1663 große Erregung wegen des Vordringens der Türken bis in den Znaimer Kreis; nur kleineren Plünderungstruppen gelingt ein Einbruch in das städtische Umland.
1679/80 wütet die Pest, von Wien eingeschleppt, an sie erinnert bis heute die 1680-82 am Unteren Platz errichtete Pestsäule.
1688-1696 barocker Umbau der Klosterbrucker Stiftskirche.
1710 wird die ruinös gewordene Znaimer Burg an die Familie Deblin verkauft, die bis 1720 schloßartige Auf- und Umbauten durchführt.
Seit 1713 gibt es auf dem Oberen Platz eine Post.
1735 erhalten die Türme der Dominikanerkirche ihre heutige Form.
1742 besetzen die Preußen unter Friedrich II. vom 17.2 bis 11.3. Znaim, danach neue Besatzung durch sächsische Truppen. Zwischen 13. und 16.März Gefechte mit den Kaiserlichen bei Neuschallersdorf, die Sachsen ziehen sich am 19.März zurück.
1756 besucht Kaiserin Maria Theresia am16. August die Stadt.
1762 besetzen die Preußen die Stadt, Friedrich II. nimmt im Hause Schuller am Unteren Markt Quartier.
1773 Schließung des Jesuitenkollegs.
1782 Aufhebung des Jesuiten- und des Klarissinnenklosters.
1784 Aufhebung des Minoritenklosters und des Stifts Klosterbruck. Der neue Vorort Mannsberg entsteht (1867 bis 1920 selbständige Gemeinde). Die Überschwemmung der Thaya am 28.2. vernichtet Altschallersdorf und verwüstet weitgehend den Thayaboden.
1786 regelt das Landesdekret vom 21.Feber die 1782 de facto vom Magistrat übernommene Stadtverwaltung.
1792 besucht Kaiser Franz Znaim, letztmalige Bestätigung der Privilegien.
1799 Durchzug russischer Truppen als Verbündete Österreichs am 2./3.Feber.
Trotz Bestätigung der städtischen Privilegien von 1792 wird die Selbstverwaltung der Stadt seit der Unterstellung unter eine politische Kreisbehörde (Kreishauptmann) von Jahr zu Jahr eingeschränkt.
1804 wird die Befestigung aufgelassen, die Wallgräben werden mit Erde gefüllt, Alleen sollen entstehen.
1805 sind im September 30000 kaiserliche und russische Truppen in Znaim einquartiert, am 17.November zieht Napoleon mit den Franzosen in die Stadt ein; Abzug der Besatzung am 4.Jänner 1806.
1809 Schlacht bei Znaim 10. und 11.Juli der Österreicher gegen Franzosen und Verbündete (Napoleoneiche bei Zuckerhandl). Der Friede von Schönbrunn vom 14.Oktober veranlaßt den Abzug der Franzosen aus Znaim am 4.November.
1822 Errichtung der Mariahilf-Kapelle am Marienplatz (abgebrochen 1946).
1834 wird der Vorort Thayadorf mit der Stadt vereinigt.
1838 wird der alte St.Niklas-Turm abgetragen (ein neuer Turm erst 1847 errichtet und 1906 in seiner heutigen Gestalt gotisiert).
1848 übernachtet Kaiser Ferdinand mit Familie auf seiner Flucht aus Wien am 13./14.Oktober in Znaim (Pöltenberg).
1849 konstituiert sich am 22.Juli eine städt. Nationalgarde.
1850 Auflösung des Magistrats, Wahl eines Gemeinderates und eines Bürgermeisters am 25.Juli.
1851-1852 (alleinstehender) Turm der St.Michaelskirche (anstelle des 1581 abgebrochenen ursprünglichen Kirchturms) erbaut.
1852 Feierliche Einweihung des Kopal-Denkmals (†17.6.1848).
1854 Verwaltungsumbildung: es entsteht der neun Bezirke umfassende Znaimer Kreis.
1855 entsteht die erste evangelische Kirchengemeinde in Znaim, sie erhält einen Sonderteil im Friedhof.
1860 erneute Verwaltungsumbildung: anstelle des Kreises nunmehr Bezirkshauptmannschaft Znaim (mit den Gerichtsbeuirken Znaim, Frain, Joslowitz und Mährisch Budwitz).
1862 Typhus-Epidemie, nochmals 1866.
1865 erwirbt die Stadt das Eigentum an der Burg.
1866 Einmarsch preußischer Truppen (3300 Mann mit 2000 Pferden) am 13.Juli, die nach dem Frieden von Nikolsburg (22.Juli) am 4.September die Stadt wieder räumen, ihr Verhalten wird als „sehr anständiges“ bezeichnet.
1868 wird die Israelitische Kultusgemeinde gegründet.
1867 beginnt man den Bau des Bahnhofs.
1870/1871: die Eisenbahnjahre. Eröffnung der Strecke Znaim-Brünn am 15.August 1870 nach Fertigstellung der Roten Brücke 1869. Eröffnung der Strecke Znaim-Iglau am 28.April 1871, Eröffnung der Strecke Znaim-Wien am 1.November 1871 nach Fertigstellung 1870 der 220m langen Thayabrücke.
Im gleichen Jahr Bau der Umfahrungsstraße und schnelle Ausdehnung der Stadt nach Norden, Osten und Südosten durch Wohngebiete und Industriebetriebe, bis zur Jahrhundertwende anhaltend.
1877 Neuregelung der Wasserversorgung der Stadt (Edmitzer und Brenditzer Quellen werden neu gefaßt, Thaya-Nutzwasserwerk).
1881 Errichtung des Sealsfield-Denkmals in der Oberen Allee, Errichtung des „Deutschen Hauses“.
1887 Verlegung des Friedhofes von der Wiener Straße an den jetzigen Platz.
1888 Der Judentempel wird im maurischen Stil errichtet (1939/40 abgebrochen).
1892 stürzt der „Räuberturm“ ein, der Burgfried der Znaimer Burg (32m), ein Maschinist und seine Frau kommen in einem Nebengebäude der Brauerei ums Leben. Das schadhafte innere Mauerwerk
hatte dem Druck der oberen Mauerteile nachgegeben.
1895 wird das staatliche Telefonnetz eingerichtet.
1900 Eröffnung des Znaimer Stadttheaters als „Stätte zur Pflege der deutschen Kunst“ mit Richard Wagners Oper „Der fliegende Holländer“.
1907 Die Tschechen Znaims erreichen erstmals die Konstituierung eines getrennten (tschechischen) Bezirksschulrates, Auftakt für den wachsenden Nationalitätenkampf.
1911 Verlegung des Infanterie-Regimentes Nr.99 nach Wien, in der Znaimer Albrechtskaserne verbleibt ein Bataillon.
1912 Bau der evangelischen Kirche und des Kreisgerichtsgebäudes.
1918 Nach Verkündung des Anschlusses der Stadt an die neugegründete Tschechoslowakei durch den „Narodni vybor“ konstituiert sich am 3.November der „Südmährische Kreis“ zum Zwecke des Anschlusses an Österreich. Am 30.November rückt von Wien Militär zur Unterstützung ein. Am 16.Dezember 1918 Besetzung der Stadt durch tschechisches Militär, die österreichische Volkswehr und viele Südmährer setzen sich nach Retz ab. Dort gibt am 12.Jänner 1919 ein großer Kreistag feierliche Erklärungen und Denkschriften ab, sie bleiben vergeblich, der Vertrag von St.Germain entscheidet die Zugehörigkeit zur neuen Tschechoslowakischen Republik.
1919 wird die Grenze zu Österreich vollständig gesperrt; Verhaftungen, Hausdurchsuchungen, Herabreißen deutscher Aufschriften und Embleme, Enteignung der deutschen Schulen sind Auftakt und Einleitung einer zwanzig Jahre andauernden Tschechisierung. Massive finanzielle Unterstützung neu hereingepumpter tschechischer Bevölkerungsgruppen und kleinliche Schikanen gegen alles Deutsche vergiften die Atmosphäre.

1920/21 Von der Gemeinde Edelspitz werden 1920 der Ortsteil Neu-Edelspitz am linken Thayaufer, die Mühle und Klosterbruck nach Znaim eingemeindet (siehe die Seiten 64-66). Ferner die bisherigen Vororte Mannsberg, Pöltenberg und die tschechische Arbeitersiedlung „Mareschau“.
1925 entfallen bei den Wahlen zur Nationalversammlung am 15.September von 11542 abgegebenen Stimmen 6009 auf tschechische Parteien, 1213 auf national gemischte (Kommunisten 836, Juden 377), 4320 Stimmen auf die deutschen (Deutsche Nationalpartei 1868, Christlich-soziale 971, Sozialdemokraten 626, Deutsche nationalsozialistische Arbeiterpartei 501, Bund der Landwirte 306, Bund des christlichen Landvolks 48). Bei der gleichzeitig abgehaltenen Senatswahl erhalten die Tschechen 4991, die Deutschen 3919, die Kommunisten 626 Stimmen.
1931 Umbau und Erweiterung des Deutschen Hauses, bis 1938 zunehmend kultureller und politischer Mittelpunkt aller Deutschen Znaims.
1932 findet in Znaim das 5.Südmährische Gauturnfest statt, das die tschechischen Behörden im letzten Augenblick zu verbieten suchen.
1933 Gründung der Znaimer Gruppe der Deutschen Heimatfront.
1935 gehen bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus bei 13667 Stimmberechtigten 7793 Stimmen an tschechische Parteien, 5429 an deutsche: Sozialdemokraten 824, Bund der Landwirte, christlich-deutsches Landvolk 27, Christlichsoziale Volkspartei 491, Sudetendeutscher Wahlblock 147, Sudetendeutsche Partei 3940. Eine Versammlung im Deutschen Haus, bei der Konrad Henlein spricht, wird unter Duldung durch die Polizei von tschechischen Kommunisten gestört, die ins Haus einzudringen versuchen, aber von der Ordnertruppe der SdP abgedrängt werden. Die heimkehrenden Deutschen werden in verschiedenen Stadtteilen tätlich angegriffen, 65 verletzt.
1938 folgt der Teilmobilmachung der tschechoslowakischen Armee im Mai eine Grenzsperre; die nationalen Gegensätze werden untragbar. Am 9.Oktober Einmarsch der Deutschen Wehrmacht nach kampflosem Abzug der tschechischen Militär- und Zivilverwaltung. Am 26.Oktober spricht Adolf Hitler am Unteren Platz.
1938/1939 Umorganisation der Stadtverwaltung nach den Bestimmungen der (Reichs-)Deutschen Gemeinde-Ordnung vom 30.Jänner 1935, zugleich Aufbau einer umfangreichen Parteiorganisation der NSDAP und ihrer Gliederungen.
1939 wird am 9.Jänner Rudolf Urban Bürgermeister, Felix Bornemann Kreisleiter. Mit der Schaffung der neuen Grenze gegen die Rest-Tschechoslowakei, das Protektorat Böhmen und Mähren, und dem Anschluß Znaims und seines deutschsprachigen Kreisanteils an das nunmehr als Niederdonau bezeichnete Niederösterreich tritt ein verwaltungsmäßig und wirtschaftlich einschneidender Strukturwandel ein.
Eingemeindung der bisher selbständigen Gemeinden Altschallersdorf, Edelspitz, Esseklee, Klein-Teßwitz, Neuschallersdorf, Oblas, Pumlitz und Zuckerhandl.
1945 werden am 20.April drei schwere Bombenangriffe gegen die Stadt geflogen, zwei deutlich gekennzeichnete Lazarettzüge werden am Bahnhof in Brand geschossen. In den letzten Kriegsmonaten werden zehntausende deutsche Flüchtlinge aus den Ostgebieten im „Deutschen Haus“ betreut, dieses wird erheblich beschädigt, ebenso Klosterbruck, wo ein Volltreffer den südlichen Trakt beschädigt. Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung wird nach Österreich evakuiert. Kurz nachdem sich Reste der Wehrmacht und die Spitzen von Partei- und Zivilverwaltung nach Westen abgesetzt haben, erfolgt am 8.Mai der Einmarsch der Roten Armee. In ihrem Gefolge errichtet der „Narodni vybor“, gestützt auf das Dekret vom 19.Mai 1945 des Präsidenten Beneš über die Beschlagnahme deutschen Vermögens, eine Schrekkensdiktatur. Der Kreisgerichtspräsident wird mißhandelt und ermordet, Deutsche werden willkürlich festgenommen und zur Zwangsarbeit verschleppt. In der Landeszwangsarbeitsanstalt, der Albrechts-Kaserne, dem Kreisgericht und dem Barackenlager an der Prager Straße (Mannsberglager) werden zahlreiche dorthin verbrachte Männer und Frauen, etwa 10% der deutschen Einwohner, gräßlich mißhandelt und zu Tode gefoltert. Drei Wochen lang herrschen Raub, Vergewaltigung und Mord.
1946 verläßt der erste Znaimer Vertriebenentransport am 2.März die Stadt, nachdem bereits vorher Tausende durch die Flucht nach Österreich ihre Heimat verloren haben. Am 18.September 1946 ist mit dem letzten Znaimer Vertriebenentransport offiziell die als „Umsiedlung“ bezeichnete Aktion abgeschlossen, obwohl noch manche zurückgehalten werden und rechtlos in der Heimat verbleiben.
1945-1948 kommen nicht nur jene Tschechen nach Znaim, die 1938 die Stadt freiwillig verlassen hatten, aus dem Landesinneren sowie aus den östlichen Landesteilen strömen viele neue Bewohner.

Neustift, 1834 mit 61 Häusern und 494 Einwohnern, hat sich als Vorort von Znaim entwickelt und wird eingemeindet. 1799 wird das Dorf Mannsberg von dem Unterkämmerer Schröffel von Mannsberg gegründet, 1834 stehen hier 23 Häuser mit 131 Einwohnern. Das Dorf Thayadorf, zum Teil nach Znaim eingemeindet, ist erstmals 1619 belegt. 1834 zählt es 42 Häuser mit 403 Einwohnern. Pöltenberg, nach Znaim eingemeindet, umfaßt damals 550 Häuser mit 270 Einwohnern.

7 Jahrmärkte, 7 Viehmärkte, Wochenmärkte am Samstag.

Brauchtum:
Wallfahrten führen im 18. und 19.Jh. zum Gnadenbild „Maria, Hilfe der Christen“ in der Dominikanerkirche zum hl.Kreuz. Aus Zuckerhandl regelmäßig bis 1935.
Hl.Drei Könige: drei Buben in weißen Hemden mit Borten und Kronen, ein Mohr dabei, voran geht ein kleinerer Bub, der einen Stern trägt, verschiedene Sprüche werden gesungen, z.B.:
„Die Heiligen Drei Könige mit ihrem Stern,
Sie loben und preisen Gott, den Herrn!
Sie loben und preisen den lieben Gott,
Den Schützer und Schirmer in jeglicher Not.“
Das Eingesammelte wird geteilt.
Zu Lichtmeß gehen die Kinder zur Kerzelweih‘ in die Kirche (St.Niklas, Dominikaner oder Kapuziner), wobei manchmal gestritten wird, wer die Kerzen trägt, denn der bekommt ein paar Kreuzer.
Zum Fasching gibt es Maskenzüge nur in den Vorstädten, besonders beliebt ist der Faschingszug der Thayagäßler (Lederergasse, Träubberg usw.). Vom „Grünen Baum“ oder vom „Kaiser von Österreich“ ziehen die Maskierten zum Hl.Antoni (Gasthaus Hawlik) und zurück. An der Spitze reitet ein Herold auf einer Schindmähre, es folgt die Musik, ein, zwei oder vier Mann, mit „Wanzendrucker“ oder „Maurerklavier“. Falsche und echte Geschenke werden angenommen, eine Strohpuppe, der Fasching, wird aufgehängt und verbrannt oder begraben. Am Aschermittwoch halten Gastwirte ihre Stammgäste mit Fischplatten und Bier frei.
Gründonnerstag bis Karsamstag bis zum „Gloria“ ziehen Buben mit Ratschen durch ihr „Kretzel“, bei Statuen und Kreuzen knien sie nieder und singen:
„Wir ratschen den Englischen Gruß,
Den jeder katholische Christ beten muß,
Fallt nieder auf eure Knie
Und betet zu Jesu, Josef und Marie!“
Beim Sammeln, vor allem von Eiern, sagen sie auf:
„Wir bitten um a rot’s Aa (Ei),
Wann’s aa a weiß’ waa.
Gebt’s uns, wos immer,
Heuer kumm ma nimmer.“
Beim Eierpecken wird ein Kreuzer gegen das aufgestellte Ei geworfen. Bleibt der Kreuzer stecken, gehört das Ei dem Buben, gelingt es nicht, ist der Kreuzer weg.
Beim Maibaumsetzen wird auch Unfug getrieben, so setzt man z.B. einem Mädel statt eines Maibäumchens eine Strohpuppe vors Haus.
Zu Pfingsten findet mit dem Neustifter Kirtag „auf der Vogelstangen“ das Königsschießen des Znaimer Rohrschützenvereins statt mit Schützenkönig und anschließendem Fest (bis 1866).
Zu St.Anna (26.Juli) findet beim Rabensteiner Kirtag das „Hahnschießen“ statt, bei dem mitten in der Thaya ein hölzerner Hahn aufgestellt ist, auf den mit Steinen geworfen wird. 1.Preis: ein Ziegenbock, 2. ein Spanferkel, 3. ein Hahn.

Matriken seit 1580 (Klosterbruck), 1623 (St.Niklas), 1632 (Pöltenberg), 1784 (Hl.Kreuz).

Bedeutend:
Diwisch, Prokop, Prämonstratenser in Bruck, Pfarrer in Brenditz, präsentiert 1752 seinen Blitzableiter, „Wettermaschine“ genannt, im Garten des Pfarrhofs von Brenditz. Nachdem die Bauern versucht haben, die Maschine zu zerstören, ordnet der Abt an, diese zu entfernen.

Winterhalter Joseph der Jüngere (*1743 Vöhrenbach/Schwarzwald, †17.1.1807 Znaim), geht bei seinem Onkel Josef Winterhalter I. in Olmütz in die Lehre und läßt sich in Znaim in der Oberen Böhmgasse nieder. Er arbeitet gemeinsam mit Anton Maulpertsch in Klosterbruck, Mühlfraun und Pöltenberg, später in Mähren, Niederösterreich und Ungarn, meist Altarbilder und Fresken in Kirchen.

Kopal, Carl von (1788-1848), 1846 Oberst und Bataillonskommandant, Ritter des Maria-Theresia-Ordens, zeichnet sich 1848 in Italien aus. Am 13.März 1848 erheben sich die Italiener in Mailand gegen die Habsburger, das Eindringen der Piemontesen verschlimmert die Lage. Das 10.Feldjäger-Bataillon im Heere Radetzkys hält am 10.Juni unter Kopal bei Sta.Lucia sechsfach überlegenen Kräften stand, bei Vicenza führt Kopal das Bataillon gegen die am Nordfuß der Monti Berici verschanzte italienische Garde und wird am 14.Juni tödlich verwundet. Seinem Bataillon schenkt die Armee ein silbernes Horn, das auf einem goldenen Schild die Inschriften „Monte Berico“ und „Kopal ruft“ trägt. Am 25.Juli schlägt Radetzky die Truppen des Königs Carlo Alberto von Sardinien-Piemont bei Custozza und befestigt damit die österreichische Herrschaft in Lombardo-Venetien.

Künzl Johann, geboren 1825 in der Geigenbauerstadt Schönbach bei Eger, lernt die Geigenmacherei, 1846 kommnt er nach Znaim, 1852 ist er in Wien, arbeitet bei dem hervorragendsten der dortigen Geigenbauer, Gabriel Lemböck. 1982 kommt er wieder nach Znaim, wo ihm 1870 das Bürgerrecht verliehen wird. Er baut hervorragende Konzert- und Orchesterinstrumente. Lemböck wählt ihn zum Nachfolger, aber Künzl bleibt in Znaim und stirbt dort 1903.

Charlemont, Theodor (geb.1859), Bildhauer, studiert in Wien bei Zumbusch und Hellmer. Erfolgreich mit Büsten und Denkmälern, z.B. Kaiserin Elisabeth für die Kirche am Wiener Zentralfriedhof, Gregor-Mendel-Denkmal in Brünn.

Charlemont, Eduard, Bruder des obigen, schuf zahlreiche Lithographien von Znaim und Umgebung.

Lederer, Hugo (1871-1940), zuerst als Keramiker ausgebildet, 1893 entwirft er für Berlin das Bismarck-Denkmal, ab 1020 ist er Leiter eines Meisterateliers an der Akademie. In Bronze formt er den Ringer, Bogenschützen, Sieger, eine Diana, eine Läufergruppe; für den Fechter erhält er den Ehrendoktor der Universität Breslau. Büsten entstehen u.a. von Hindenburg, Max Planck, Stresemann, Richard Strauss, Mackensen.

Pock, Alexander (1871-1950), studiert 1886 an der Akademie in Wien Tiermalerei, er malt Plakate und Illustrationen für Schulbücher, Militär- und Kriegsbilder. Im I.Weltkrieg ist er Kriegsmaler in Galizien und malt Bildnisse dekorierter Militärs. Danach malt er Znaimer Bürger und Aquarelle zur Uniformkunde.

Maderner, Hans, (*1881 Hödnitz, †1958), Ingenieur und Spezialist für Dampfmaschinen, leitet ab 1938 Museum und Stadtarchiv. Als die Tschechen 1938 aus beiden Häusern wertvolle Teile verschleppen, kann er diese zurückgewinnen.

Bornemann, Karl, General, *1885, im I.Weltkrieg Hauptmann, im österreichischen Bundesheer, 1931-1935 Lehrer für Ausbildung für den Generalstab, 1937 Generalmajor, im II.Weltkrieg Generalleutnant und Divisionskommandeur in Rußland.

Urban, Rudolf, (1897-1967), der letzte deutsche Bürgermeister von Znaim, studiert Rechtswissenschaft in Wien, arbeitet in einer Rechtsanwaltskanzlei in Joslowitz, 1939 wird er Bürgermeister in Znaim. 1941 wird er zur Wehrmacht eingezogen. 1944 bis 1946 in französischer Kriegsgefangenschaft, wird er nach Niederbayern entlassen, 1946 kommt er nach Stuttgart und ist als Geschäftsführer einer Siedlungsgenossenschaft tätig.

Brehm, Bruno (1892-1974), Schriftsteller, besucht in Znaim das Gymnasium.

Schnürch, Oskar (1890-1960), Oberlehrer in Klosterbruck, gründet 1932 das Znaimer Lehrersymphonieorchester.

Wessely, Herbert (*1908 Znaim, †1998 Karlsruhe), Graveur, schreibt bald Gedichte, nach 1955 erscheinen „Suchen und Bekennen“, 1955, „Der Sensenschmied“, 1955, „Mährische Ballade“, 1957, „Schmaler Pfad“, 1958, „Im Schilf des Maises“ und „Kindheit an der Thaya“, 1966, „Gläserne Erinnerung“ und „Wanderung“, 1968.

Proksch, Johann, (*1914 Iglau, †1987 Göppingen), 1939 an die Lehrerbildungsanstalt in Znaim, Musikunterricht, baut gemischten Chor und Sinfonieorchester auf. 1952 bis 1972 Leiter der Südmährischen Sing-und Spielschar, 1969 Kirchenmusikdirektor.

Haberzettl, Margarete (1924-1992), Fachlehrerin, Kreisbetreuerin 1985-1992.

Literatur:
Hübner, Anton: Znaims geschichtliche Denkwürdigkeiten. 1843
Hübner, Anton/Netoliczka, Michael u.a.: Denkwürdigkeiten der königlichen Stadt Znaim. 1868
Fossek, Alexander: Znaim und seine Umgebungen. 1897
Wisnar, Julius: Gotteshäuser und Schulen der Stadt Znaim. 1899
Herbst, Franz: Kurzgefaßte Geschichte der Stadt Znaim. 1899
Vrbka, Anton: Chronik der Stadt Znaim. 1902
Vrbka, Anton: Gedenkbuch der Stadt Znaim 1226 bis 1926. 1927
Foit, Adolf: Znaim, die Perle Südmährens, vor 40 Jahren. 1932
Vandruska, Isidor: Führer durch die Znaimer St.Niklaskirche und Umgebung. 1933
Vrbka, Anton: Gedenkbuch der Stadt Znaim, 1927
Wittek, Karl: Heimatbuch Znaim. o.J.
Wessely, Karl: Znaim – Die urdeutsche Stadt im sonnigen Land. Heft 1-9. o.J.
Bornemann, Hellmut: Znaim – Das Stadtrechtsbuch von 1523. 1992

Bezirk und Gericht Znaim

Platzort 290 m ü.d.M.

Lage des Stadtkerns auf den letzten Ausläufern des Böhmisch-Mährischen Höhenzuges in das mährische Flachland, von steilen Abhängen zur Thaya und zum Granitzbach im Südwesten und Süden begrenzt.

Stadt Znaim bis 1920 609 ha

Mannsberg – (Zeilenort) – bis 1920 409 ha

Pöltenberg – (Straßendorf) – bis 1920 763 ha

1920 werden Mannsberg und Pöltenberg zu Znaim eingemeindet, im Jahr zuvor – 1919 – Klosterbruck

Flurnamen: Mühlleiten, In der Wahl, Obere und Untere Leska, Elender, Holbau, Neugebirge, Haffner, Stadtgebirg, Marschilling, Rhenhügel, Herren-Weingärten, Guby, Herr Geißler, Stadt-Dechant, Wineberger, Frau Gratzin, Jesuiten, Schaffer Stuben (Silberer Garten), Tabor, Paradeis, Jordan, Lehmgruben, Vogelstangen, Garteln, Konzern, Brucker Feld, Poppitzer Weiße Örter, Rennbiegeln, Spitzgern, Loderfandt, Süssenbergen, Unterhofer, Muttergarteln, Hopfengarteln, Steinernes Brückl, Renbügeln, Unterhöfern.

Anbau: Getreide, Raps, Mais, Obst (Kirschen, Marillen, Äpfel, Birnen, Pflaumen), Gurken (vom Kloster Bruck im 16.Jh. in Ungarn angebaut, von dort kommt der Samen ins Land.), Kohl, rote Rüben, Rettich, Kren, Kürbis, Kartoffeln, Sellerie, Erbsen, Linsen, Salat, Paradeiser, Zwiebeln werden Knoblauch, Tabak, Kräuter (Anis, Fenchel, Safran). (Im Jahr 1926 werden 13768t eingelegte Gurken und 2219t frische Gurken ausgeführt.)
Weinbau um Znaim seit 1200, angelegt vom Kloster Bruck, auf dem Pöltenberg. Nach 1848 umfaßt das Weinbaugebiet des Kreises Znaim 12885Joch (1Joch = 0,575 ha), danach geht es zurück. Znaim hat 1887 Weingärten mit 40ha 72a; im Jahre 1925 nur noch 3ha 6a. In den umliegenden Orten Edelspitz, Neuschallersdorf, Altschallersdorf, Oblas, Pumlitz, Esseklee, Klein Teßwitz, Zuckerhandl bleiben von 254ha nur noch 83a übrig, vor allem wegen der Reblaus.
Rentable Teichwirtschaft.

Jagd: Rot- und Rehwild, Hasen, Kaninchen, Fasane, Rebhühner, Fuchs, Steinmarder, Hermelin; Sportfischerei, Karpfenteiche.

Baudenkmäler, Einrichtungen:
Im Bereich der ganzen inneren Stadt verlaufen sechs bis acht Meter unter dem Boden unterirdische Gänge, oft mehrstöckig, die vielfach miteinander verbunden sind und von einigen Stellen aus der Stadt hinausführten. Sie sollen bis Klosterbruck und zum Pöltenberg gereicht haben.

St.Niklas, Stadtpfarrkirche, 1338-1420, Hallenkirche, dreischiffig, mit Netzrippengewölbe, Sakristei 1500; im nördlichen Winkel Langhaus/Chor, Treppenturm mit Helm im südlichen Winkel; ehemaliger Turm (1830 abgetragen wegen Einsturzgefahr) neuer Turm, 1848/51, mit Pyramidendach und Ecktürmchen 1905; in der Apsis gotische Fresken; Sakramentshäuschen, Schmerzensmann; Kanzel in Form einer Weltkugel von Josef Anton Winterhalter; Marienstatue; im ovalen Kapellenanbau Fresken von Maulbertsch, Altarbilder von J. L. Daysinger (1754-72).
St.Michael, Jesuitenkirche, um 1200, ursprünglich spätgotische dreischiffige Basilika; nach Einsturz des Hauptschiffs Stichkappentonnengewölbe, Chor mit Sternrippengewölbe; 1551 Patronat der Stadt, 1618 Zentrum der Lutheraner. Nach der Schlacht am Weißen Berg Graf Althan zur Stiftung eines Jesuitenkollegs übergeben, Umbau; Hochaltar, Kreuzabnahme, von Fissé; Turm, freistehend, 1694. Ab 1814 wieder Jesuitenkirche.
Jesuitenkolleg, von diesen 1624-1773 geleitet, 1773 Kaserne, k.k. Gymnasium.

Hl.-Kreuz-Kirche, Dominikanerkirche, 1653-77, gegründet vor 1243, 1555 mit dem Kloster abgebrannt; Neubau 1677 geweiht; umgestaltet 1735-1759, Stichkappentonnengewölbe, je 4 Kapellen auf den Seiten; Säulentor 1732 und 1771; Turmbekrönung 1735; Hochaltar 1.Hälfte 19.Jh., Kreuzbild von Fr.A.Maulbertsch,
12 Seitenaltäre um 1740, Bilder: hl.Dominikus von Adalbert Radda, hl.Thomas von A.Hertl, Hl.Barbara, Thekla und Liborius von Joh.I.Kraker, hl.Vinzenz und Franz Seraph von J.Winterhalter.
Orgel, Brüstung und Gitter um 1750; Bildhauerarbeiten Mitte 18.Jh. von J.A.Heinz und J.J.Rössler;
barocke Grabmäler: Graf Thurn-Valsassina 1643, Gräfin Raduit de Souches 1629, Graf Aichbüchel 1726, Graf Berchtold 1700, Graf Lažansky 1823.
Krippe von 1906 mit Szenerie von dem Maler Franz Lederer, dem Bruder Hugo Lederers. Pfarre seit der Säkularisation.

Dominikanerkloster, 13./15.Jh. Kreuzrippengewölbe; Ostseite: Kapitelhaus mit Sternrippengewölbe, 2.Hälfte 15.Jh., Speisesaal 2.Hälfte 17.Jh.; Westteil 1656-1770; im Kreuzgang Fresken von Fr.A.Maulbertsch um 1770.
1619 werden die Mönche vertrieben, nach der Schlacht am Weißen Berg geht der Wiederaufbau weiter, 1645 plündern die Schweden.

St.Johanneskirche, Kapuzinerkirche, 1626, Saalkirche mit Tonnengewölbe. Hochaltar und Seitenaltäre von Lukas Kraker, Mitte 18.Jh.

St.Elisabethkirche, Spitalskirche, Chor gotisch, auf dem Areal des Minoritenklosters, Langhaus 2.Hälfte 17.Jh. mit Stichkappentonnengewölbe; Hochaltar und 3 Seitenaltäre Anfang 18.Jh.; Betstühle um 1700; außen Kreuzigungsgruppe, 1.Hälfte 18.Jh. Grundlage dürfte eine Kapelle der Franziskaner sein, die 1469 ein Kloster gründeten.
Nach 1620 predigen hier die Jesuiten bis zur Auflösung des Ordens 1784. 1879 renoviert, nach 1918 Schulkirche des Reformgymnasiums.

Kirche Zu Unserer lieben Frau, Minoritenkirche und Minoritenkloster, 13.Jh., mit gotischem Kreuzgang; 1534 von den Franziskanern übernommen. 1653 zwei Türme zugebaut, 1672 abgebrannt, in fünf Jahren wieder aufgebaut. 1784 wird das Kloster aufgehoben, zum Regiments-Knabenerziehungshaus, die Kirche wird Militärdepot.
Danebenliegend Kloster St.Clara, um 1300, aufgehoben 1782, für Regiments-Erziehungshaus verwendet, 1829 z.T. abgebrochen für den Bau des Gymnasiums.
Wenzelskapelle: Doppelkapelle, untere Kapelle des hl.Martin um 1260 in die Stadtmauer eingebaut, obere der hl.Anna nach 1520 mit Kreuzrippengewölbe; an der Vorderseite hl.Wenzel mit Baldachin, spätgotisch, Treppenturm und Glockentürmchen. Znaimer Flügelaltar, spätgotisch um 1500. 1785 geschlossen, verkauft an die Stadt Znaim, der Flügelaltar kommt in die kaiserlichen Sammlungen nach Laxenburg, jetzt im Unteren Belvedere in Wien. Eine Zeitlang Militärdepot, 1861 den Protestanten überlassen.
Katharinenkapelle, „Heidentempel“, Rotunde, 12.Jh., romanisch, einstige Burgkapelle, in der Vorburg, Kapellenrundbau, 1.Hälfte 11.Jh., Malereien von 1134.
Kapuzinerkloster mit zwei Kreuzganghöfen, 1628-1632; neben der Kirche Kapelle mit Ölberggruppe, Anfang 18.Jh. 1805-09 siedeln die letzten Dominikanermönche in das Kapuzinerkloster um. Nach 1918 Schulkirche der deutschen Knabenvolksschule.
Friedhof 1887, Zuckerhandler Straße, davor an der Wiener Straße, davor an den Kirchen. Militärfriedhof 1831. Jüdischer Friedhof 1869, Winauer Straße, davor am Burgwall. Protestantischer Friedhof 1858, an der Straße zur Thaya. In Bruck seit 1850 an der Brünner Straße. Am Pöltenberg 1788 auf der Schwedenschanze, davor um St.Hippolyt.
Kreuzherrenstift Pöltenberg, Patronat St.Hippolyt, in der Nähe Ringwall aus dem 8./9.Jh., Gräber aus dem 11.Jh. im Stiftshof, Burg und Kapelle bestehen 1067, das Dorf wird 1146 zerstört. 1226 wird ein Propst genannt; 1240 übergibt Königin Agnes Schloß, Feld und Wald dem Orden der Kreuzherren mit dem Roten Stern, die müssen dafür 12 arbeitsunfähige alte Leute aus der Gemeinde Pöltenberg ernähren und betreuen; was bis 1930 geschieht. 1629 nennt ein Urbar 1619 Untertanen; Brand im selben Jahr, 1645 von den Schweden erobert. 1745 werden die Ostseite vom Schloß und die Kirche erbaut.
Kirche zum hl.Hippolyt mit Fresken von Fr.A.Maulbertsch: Kuppel: Kreuzauffindung, Hochaltarbild hl.Hippolyt. Wirtschaftsgebäude. Die Gerichtsbarkeit beendet Josef II. 1798.
Daneben: Filialkirche des hl.Anton von Padua, 1635, Fresken von Ignaz Raab, Eliaskapelle. Die Ständischen unter Graf Thurn brennen die Kirche vollständig aus, 1645 hausen die Schweden.
Ruine der Kapelle hl.Elias auf dem Pöltenberg, auf halber Höhe stadtseits.
Mariahilf-Kapelle 1822, am Marienplatz (zerstört 1952).
Immaculata/Pestsäule, 1680/82 am Unteren Platz, mit Statuen der hl. Nikolaus, Florian, Rochus, Sebastian; Rosalia im Hochrelief.
Vesperbild, 1626 gegenüber Turm der Nikolaikirche.
Kapelle „Maria von der immerwährenden Hilfe“ am Tränkberg, 1860.
Haupt Christi am Tränkberg.
Kapelle des hl.Antonius, Wiener Straße.
Kapelle des Hl.Johannes von Nepomuk, 1.Hälfte 18.Jh. Michaelerplatz
Bildstöcke: Haupt Christi am Tränkberg.
Schmerzhafte Muttergottes am Niklasplatz.
Dreifaltigkeit an der Wiener Straße.
Hl.Johannes von Nepomuk an der Thayabrücke (jetzt Burghof).
St.Anna Selbdritt, Ecke Höckerstraße.
St.Antonius, Antonigasse.
St.Wenzel, Brunnenfigur am Ottokarplatz.
Christuskirche der evangelischen Gemeinde, 1910/11 von Feigl.
Synagoge, 1888, (Kultusgemeinde ab 1892, mit 567 Mitgliedern im Jahre 1899).
Burg, 1048 erstmals urkundlich, Sitz der Fürsten von Znaim, vom Bau des 11./12.Jh. erhalten ist der Bergfried, sog.„Räuberturm“, der am 25.7.1892 einstürzt, nachdem ca.20 Jahre davor Sprengungen im Fels zum Bau von Weinkellern durchgeführt worden waren, die das Fundament beschädigt hatten. Über der ehemaligen inneren Burg Schloßbau 1710-1720 nach Fischer von Erlach mit Fresken von J.M.Fissé; in der Vorburg errichtete die Stadt eine Brauerei, erhalten nur die Kelleranlagen. 1892 freigeräumt, Fresken freigelegt.
Bräuhaus, Gerberei, Pulverfabrik, Traußnitzbrücke; Granitzmühle, Engelsmühle, Teufelsmühle. 1820 wird der Föhrenwald angepflanzt.

Rathaus: erhalten nur der Turm (80m), gotisch, 1445/48, von Niklas von Edelspitz;
Deutsches Haus, 1881/82, „Vereinshaus“ des Deutschen Bürgervereins, in der Brantstraße, mit Bibliothek (15000 Bände) und Lesesaal; 1932 erweitert durch ein Hotel mit 30 Betten, ein Kino mit ca. 600 Sitzen, eine Garage und eine Tankstelle.
Stadttheater 1899/1900 von Hellmer und Fellner; davor regelmäßige Aufführungen seit 1576; ab 1784 in der umgebauten Kirche des aufgehobenen Klarissenklosters, 1829 renoviert, Stadttheater seit 1850, 1893 abgerissen für Schulbau.
Landgericht 1913/20 von Friedrich Hansen.
Bürgerhäuser, spätgotisch: Große Nikolaigasse 20, Zeughausplatz 1 und 7, Kleine Traktorgasse 6 und 8, Ledertalgasse 4, Unterer Platz 13, 15, Füttergasse 11, Schlossergasse 1;
Renaissance: Füttergasse 10/Goltz, Füttergasse 7, 25, Kalchergasse 1, Schlossergasse 5, Große Nikolaigasse 6;
Barock: Oberer Platz, Palais Althan, 3, 10, 18;
Klassizismus: Unterer Platz 4, Füttergasse 11, Marienkapelle am Tränkberg, Eckhäuser in der Goethegasse, Napoleonhaus in der Oberen Böhmgasse, 1853.
Kopaldenkmal, 1853, Obelisk, 12m, schwebende Nike von Fernkorn aus Bronze erbeuteter piemontesischer Kanonen.
Sealsfield-Denkmal, 1881.
Bürgerspital, erbaut im 14.Jh., Krankenanstalten 1797, vergrößert 1870, zum Militärspital ausgebaut 1887, Neubau 1895, erweitert 1909.
Stadtarchiv
Armeninstitut, Armenhaus 1862, Siechenhaus seit 1887.
Suppenanstalt, 1897.
Volksbibliothek, 1869.
Leihbibliothek, 1848.
Freilesehalle der Volksbibliotheken, 1899.
Bibliothek des Kapuzinerklosters
Stadtmuseum, 1878 in der Franz-Josef-Schule, 1910 in der Burg.
Kino
Bezirkshauptmannschaft
Kreisgericht, Schwurgericht seit 1850.
Steueramt
Post- und Telegraphenamt 1898, öffentliche Fernsprechstelle 1899.
Zollamt
Gendarmeriekommando
Zwangsarbeitsanstalt, 1857 zur Resozialisierung von Männern und Frauen.
Bahnstation 1870 (Nordwestbahn, Staatsbahn Grusbach-Brünn).
Thayabrücke, 220m, 45m hoch, 1871.
Wasserleitung 1861, Nutzwasserwerk 1877.
Elektrizitätswerk 1894/95 (erstes städtisches in Österreich).
Elektrifizierung 1895 (die Straßen sind zunächst mit Öllampen beleuchtet, 1872 mit 184 halbnächtigen und 40 ganznächtigen Petroleumlampen).
Fernsprechnetz, öffentliches, 1896 nach Wien, Brünn, Iglau.
Erholungsanlagen: Obere, Mittlere und Untere Allee, Stadtwald, Granitztal, Leskatal, Thayatal mit Badeanstalten.
Wanderziele: Trausnitzmühle, Königstuhl, Stierfelsen, Kuhberg mit Vrbkastein, Sealsfieldstein.
Schulen:
Erwähnt 1225.
Mit dem Reichsvolksschulgesetz von 1869 übernimmt die Stadt die kirchlichen oder unter kirchlicher Aufsicht stehenden Schulen. 2 Hauptschulen, die der Schulordnung Maria Theresias von 1774 entsprechen, gehen aus den Trivialschulen der Pfarren von St.Niklas und zum hl.Kreuz hervor, daneben eine Fortbildungsschule für Mädchen. 1872 wird die Knaben-, 1877 die Mädchenschule in zwei selbständige Schulen (nach Wohnsitzbereichen) getrennt: Knabenvolksschule I und II, Mädchenvolksschule I und II.
Am 18.August 1885 wird die Stadt in zwei Bezirke geteilt, 1888 in drei Bezirke. Aus Anlaß des 40jährigen Regierungsjubiläums Kaiser Franz Josefs wird auf dem Salisplatz eine Doppelvolksschule erbaut, 1889 eröffnet als Knabenvolksschule des III.Bezirks und Mädchenvolksschule des III.Bezirks.
Am Ende des I.Weltkrieges hat Znaim 3 Knabenvolksschulen mit je 5 Klassen und 3 Mädchenvolksschulen mit je 5 Klassen, 1920 werden die 3 Volksschulen zu 2 Volksschulen zusammengezogen, 1925 bestehen 1 Knabenvolksschule mit 5 Klassen, 1 Mädchenvolkschule mit 5 Klassen, 1 gemischte Volksschule mit 6 Klassen.
1898 besuchen 1938 deutsche Kinder die städtischen Schulen, 256 tschechische die tschechische Privatvolksschule; 1926 zählen öffentliche Schulen 994 deutsche Kinder, 1108 tschechische; die Staatsschulen ferner 402 tschechische.
1885/86 wird eine dreiklassige Knabenbürgerschule errichtet, 1910 vierklassig, 1911 im Neubau in der Kernekerstraße. 1925 bestehen 2 Knabenbürgerschulen mit 7 Klassen + einjährigem Lehrkurs,
Die Mädchen-Fortbildungsschule wird 1870 in eine dreiklassige Mädchenbürgerschule umgewandelt, 1894 bezieht sie ein neues Gebäude am Ottokarplatz. 1910/11 wird sie geteilt in die Mädchenbürgerschule I mit 5 und die Mädchenbürgerschule II mit 3 Klassen, diese zieht in das Schulgebäude am Jesuitenplatz. 1925 bestehen 2 Mädchenbürgerschulen mit 6 Klassen + einjährigem Lehrkurs,
Gymnasium der Jesuiten, 1624 bis 1773 (Aufhebung des Ordens), danach unter weltgeistlicher Leitung, seit 1779 unter weltlicher Leitung. Gebäude 1816 baufällig, verkauft, bis 1827 Ausweichquartier im Dominikanerkloster, 1827 im Klarissinnenkloster. 1851 Erweiterung zum Obergymnasium mit 8 Klassen, bis dahin unter geistlicher Leitung. 1869 Neubau am Kopalplatz. 1919 von den Tschechen beschlagnahmt, wieder im ehemaligen Klarissinnenkloster. 1920 mit Realschule und Lyzeum (Mädchengymnasium) zusammengelegt als Reform-Realgymnasium für Knaben und Mädchen, 1938 zerlegt in eine Oberschule für Jungen (am Kopalplatz) und eine Oberschule für Mädchen (im alten Gebäude).
Landesoberrealschule, seit 1869, vierklassig, davor dreiklassige Unterrealschule, 1870 fünfte Klasse. Zunächst in der Michaeler-Kaserne, Neubau 1875. 1920 im Reform-Realgymnasium aufgegangen.
Mädchenlyzeum, 1905/06, berechtigt zum Besuch der philosophischen Fakultät, Studium der Pharmazie, Anstreben von Lehramt an Volks- und Bürgerschulen und Beamtenlaufbahn im Postdienst. 1921 geschlossen.
Lehrerbildungsanstalt, September 1918 begründet, in der Knabenvolksschule am Salisplatz, 1919 aufgelassen, 1938 wieder eröffnet.
Landes-Acker- und Weinbauschule, 1875, davor 1858 landwirtschaftlicher Unterrichtskurs bis 1866, 1868 Ökonomische Lehranstalt und Weinbauschule; seit 1925 mit Schülerheim.
Staatsfachschule für Tonindustrie und verwandte Gewerbe, zunächst Fachzeichen- und Modellierschule (Abend- und Sonntagsschule) 1872, seit 1885 staatlich, 1920 nach Karlsbad verlegt.
Musikschule, städtisch, 1857; 1920 Neugründung, erhalten vom Musikverein.
Deutsche private Handelsschule, 1921, 1938 erweitert zur Handelsakademie, in Wirtschaftsoberschule umgewandelt.
Deutsche Fachschule für Frauenberufe 1918, ab 1923 öffentlich.
4 städtische Kindergärten 1886 (+ 2 öffentliche tschechische).
Rudolf-Schule, 1883
4 Kindergärten
Tschechische Privatschule, 1881, einklassig, öffentlich 1890 als dreiklassige Volksschule mit Kindergarten, 1892 in eigenem Schulhausan der Höckstraße.
Tschechisches Reform-Realgymnasium 1919
Tschechische Lehrerbildungsanstalt 1926/27
Tschechische öffentliche Handelsschule 1919

Vor der Vertreibung bestehen 1945 in Znaim folgende Schulen:

2 Grundschulen für Jungen (ehemals Volksschulen)
2 Grundschulen für Mädchen
1 gemischt belegte Grundschule
2 Hauptschulen für Jungen (ehemals Bürgerschulen)
2 Hauptschulen für Mädchen
1 Oberschule für Jungen (ehemals Staats-Reform-Realgymnasium)
1 Oberschule für Mädchen
1 Wirtschaftsoberschule (ehemals Handelsschule)
1 Lehrerbildungsanstalt
1 Musikschule
1 Acker- und Weinbauschule
1 Schule für Frauenberufe
Mehrere Schülerheime, seit 1939.
Mehrere Kindergärten und Horte

Gewerbe:
Münzprägung, 1463.
3 Tonwarenmanufakturen. Sehr früh Tonwarenerzeugung, die Hafnerzunft belegt ein Siegel von 1570. Im 19.Jh. werden mehrere Manufakturen gegründet, die größte Österreichs 1879 von Rudolf Ditmar, sie erlangt Weltruhm.
2 Ziegeleien
Chamottewarenfabrik
3 Lederfabriken
41 Gurken-Konservierungsunternehmen (Erste Gurkenfabrik 1851).
Essigerzeugung
Stock- und Schirmstockfabrik
Seifensiedereien
2 Brauereien
Mühle
Sägewerk, staatlich
Elektrizitätsgesellschaft
Kreditanstalt der Deutschen
Escompte-Bank
Anglobank
Sparkassa, 1855.
Südmährische Bank, 1911.
Kreditanstalt der Deutschen (gegründet 1911), Filiale 1922.
Znaimer Wochenblatt, 1850.
Znaimer Tagblatt, 1897.
Znaimer Lehrerbote, 1869.
Landwirtschaftliche Blätter, 1878.
Stadtphysikus 1879 mit 2 praktischen Ärzten,
1926: 20 Ärzte, 3 Zahnärzte, 4 Zahntechniker, 5 Tierärzte, 11 Hebammen.

Vereine:
Baugewerbegenossenschaft, 1718.
Schneider- und Schuhmachergenossenschaft ,1859.
Schützenverein, 1551.
Landwirtschaftlicher Verein, 1855.
Veteranenverein, 1877.
Städtischer Musikverein, 1861.
Turnverein, 1862.
Turnerfeuerwehr, 1867, ab 1772 Freiwillige Feuerwehr.
Deutscher Bürgerverein, 1870 (übernimmt die Volksbibliothek von 1869), ab 1910 Verein „Deutsches Haus“.
Vorschuß- und Sparkassa des katholisch-politischen Männervereins
Anpflanzungs- und Verschönerungsverein, 1878.
Kindergartenverein, 1880.
Deutscher Schulverein, 1880.
Gewerbeverein, 1883.
Sektion Znaim des Österreichischen Touristenklubs, 1883.
Gesangverein „Lyra“
„Thayahort“ der deutschen Jugend, 1897.
Bund der Deutschen Südmährens, 1898.
„Eiche“, deutschvölkischer Arbeiterbund, 1898.
Wohnungsbaugenossenschaft „Sicheres Heim“, 1898.
Südmährerbund, 1899.
„Deutsches Heim“ der deutschradikalen Bewegung
Bezirksfischerverein, 1906.
Verein deutscher Bürgerschullehrer in Südmähren, 1909.
Deutscher Hilfsverein der Angestellten, 1911.
Deutscher Theaterverein, 1919.
Verband der südmährischen landwirtschaftlichen Großbetriebe, 1919.
Landes-Gartenbaugesellschaft, 1922.
Studentenverbindungen: Arminia, Cimbria; Ghibellinie, Gothia X, Moravia, Thayo-Germania, Wartburg, Ferialverbindung Zornstein.


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