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Woikowitz

49° 3′ N, 16° 37′ O

Vojkovice

Nikolsburg

Geschichte
Erste urkundliche Nennung 1311, Teilbesitz des Klosters Trebitsch, das 1468 von König Matthias von Ungarn aufgelöst wird. In den Hussitenkriegen werden die blühenden deutschen Dörfer im Raum Pohrlitz und Seelowitz niedergebrannt und entvölkert. W gehört später zur Herrschaft Seelowitz, gelangt 1616 an die Herren von Waldstein. 1542 kommen Lutheraner, noch 1624 ist die Pfarre überwiegend lutherisch. 1687 geht W. im Erbweg an Ludwig Graf Sinzendorf, 1784 erwirbt Fürst Leopold von Dietrichstein die Herrschaft, 1834 geht sie an Erzherzog Karl über.

Bedeutend:
Goldschmied Johann Zeckel (Augsburg 1691-1728), er schafft wertvolle Kirchengefäße, z. B. Kelch im Kloster Raigern.

Bezirk Auspitz, Gericht Seelowitz 828 ha 186 m ü.d.M.

Baudenkmäler, Einrichtungen
Kapelle St. Laurentius gotisch, als evang. Kirche gebaut (evang. Pastoren im 16. Jh.), 3 Glocken 1828, 1832, Grabsteine
Friedhofskapelle
Dreifaltigkeitssäule
Hl. Johannes von Nepomuk am Rathaus
Hl. Florian vor der Schule
Hl. Laurentius bei der Mühle
Schule, ca. 1890, zweitklassig (ab 1919 eine tschech. Klasse)
Kaiser-Josef-Denkmal 1884
Elektrische Straßenbeleuchtung 1909
Straßenpflasterung 1934
Bahnstation

Gewerbe
Molkerei
Mühle 1750, 1918 niedergebrannt, dreistöckig wieder aufgebaut, mit Brettsäge, liefert Strom für die Gemeinde
Brettsäge
Ziegelei bis 1900
Schmied

Vereine
Männergesangverein 1897
Raiffeisenkassa 1894
Jagdgenossenschaft
Milchgenossenschaft