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Urwitz

49° 2' N, 15° 26' O

Vnorovice

Zlabings

Geschichte
Erstmals urkundlich erwähnt 1348, im Besitz der Herren von Neuhaus. 1859 brennt das ganze Dorf ab, 1881 sieben, 1897 vier Häuser. Im Ersten Weltkrieg fallen zwei Mann, im Zweiten elf.
Am 7.Juni 1945 werden drei Männer als Geiseln an die Kapellenwand gestellt und insgesamt 92 Deutsche vertrieben.

Brauchtum:
Pfingstkönigin-Singen
Am Nachmittag des Pfingstmontags gingen die Mädchen hochzeitsmäßig weiß gekleidet, mit einem Kränzchen im Haar, von Haus zu Haus und sammelten Eier und Geld. Die Jüngste, die Pfingstkönigin, trug einen Blumenstrauß in der rechten Hand. Im Zimmer stand sie inmitten eines Halbkreises der Mädchen und begann zu singen: „Wir gehen bald hin, wir gehen bald her“, die anderen Mädchen fielen ein und sangen mit bis zu der Bitte: „Die schöne Pfingstkönigin bitt‘ um wos: um Oa und Schmolz, um Geld und Solz“, dann wurden die Worte nur in gleicher Tonhöhe gesprochen: „Der ,Müllner‘ mit der ploudraten Hous’n hot drei Dukot’n drin lous’n. ,d’Müllnerin‘ mit’n greanseidnen Rouck steht als wia a Nagerlstouck.“ Dabei wurden die Gastgeber mit ihren jeweiligen Hausnamen angeredet. Die Eier und die kleinen Geldgeschenke teilten die Mädchen unter einander.

Matriken seit 1642 (bei Althart)

Bezirk Datschitz, Gericht Zlabings

1938-1945 Kreis Waidhofen a.d. Thaya

Breitangerdorf 526 ha, 476m ü.d.M.

Lage am Holzbach, der unterhalb des Ortes in die Thaya mündet.

Flurnamen: Ortsried, Tallüß, Datschitzlüß, Schmallüß. Pyhralüß, Holperlüß, Kiererlüß, Auperlüß, Hoflüß, Fenallüß, Oberer Lüß, Unterer Lüß, Pongartlüß, Peiden, Liothen, Furtgraben, Mühlgraben, Waldmühlgraben, Herrengraben, Zwischengraben, Warten, Altna (Alma), Hasenbügeln, Breitäcker, Geisberg

Baudenkmäler, Einrichtungen:
Kapelle zu den hl.Schutzengeln, 1885, mit Glocke, Pfarre Althart
Kreuzweg 1885
Kapelle Allerheiligste Dreifaltigkeit, 1927
Kapelle hl.Josef
Volksschule 1900, einklassig
Mühle
Post Althart