o-257-01-Urspitz « »

Urspitz

49° 0′ N, 16° 31′ O

Cvrčovice

Nikolsburg

Geschichte
Erste urkundliche Nennung 1276, gehört größtenteils Kloster Kanitz, nach verschiedenen Besitzern 1619 an Franz Nikolaus von Thurn, damals ein Ständischer, bekehrt sich schnell und darf den Besitz behalten. Über andere 1772 an Karl von Dietrichstein. Patronatsherr der Kirche ist später als Enkel des Fürsten Josef von Dietrichstein Graf Johann Josef von Herberstein, er besitzt im Ort drei große Güter: Schwarzhof, Weißhof und Schloßhof, sie werden vom tschechischen Staat nach 1918 enteignet. Im II. Weltkrieg fallen 17 Männer, 27 bleiben vermißt, drei Frauen und ein Mann kommen beim Beschuß durch die Rote Armee um.

Bezirk Nikolsburg, Gericht Pohrlitz 911 ha 128 m

Flurnamen
Großes, Mittleres und Kleines Feld, Große und Kleine Bergacker, Ausmaßl, Weingarten, Judenschacher, Häuslerteil, Kuhweiden, Äußere Weiden, Alter Garten, Viertelwiesen, Sauweide, Neues Stückl, Rohrwiesen, Scheibe, Stückeln, Große und Kleine Roßweide, Felberzeile, Neuer Garten, Schafanger

Anbau: Zuckerrüben, Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Kartoffel

Baudenkmäler, Einrichtungen
Pfarrkirche (seit 1753) St. Jakob d. Ä., 1690 über älterem Bau (ca. 1230); Krypta; Turm 1831, 3 Glocken; schon 1574 mit eigenem Pfarrer, später verwaist
Antoniuskapelle an Gemarkungsgrenze gegen Odrowitz und Schömitz
Hl. Johannes von Nepomuk, Dorfmitte
St. Urban in den Viertelwiesen
Marterl am Dorfausgang nach Odrowitz
Schule, 1879, zweiklassig, Bücherei; (tschech. Schule, einklassig, mit Kindergarten)
Elektrifizierung 1928
3 öffentliche Brunnen
Raiffeisenkassa

Gewerbe
Bäcker Gemüsehändler Steinmetz Schmied
Tischler Wagner Schuster Friseur
Schneiderin Hebamme

Vereine
Freiwillige Feuerwehr 1903
Deutscher Turnverein mit Theatergruppe 1920