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Unter Wisternitz

48° 53′ N, 16° 39′ O

Dolní Věstonice

Nikolsburg

Geschichte
Fundort der Wisternitzer Venus, 25-30.000 Jahre alt; urkundlich 1334 erstmals genannt, Belehnung Hartneids von Liechtenstein mit Maidenburg und Zubehör, danach zur Herrschaft Nikolsburg gehörig. 1400 Pfarre urkundlich erwähnt. 1460 zum Markt erhoben auf Fürbitte Heinrichs von Liechtenstein bei König Georg von Podiebrad. 1536 sind Wiedertäufer ansässig, daneben Protestanten. Adam von Dietrichstein setzt 1575 wieder einen katholischen Pfarrer ein, der Jesuit Cardaneus gewinnt die Leute zurück. 1619 stoßen die Kaiserlichen mit den Aufständischen zusammen, Dampierre läßt den Ort anzünden, 3000 Kaiserliche fallen auf den Peterswiesen. 1809 requirieren die Franzosen große Mengen Wein. Am 23. 4. 1945 von Rotarmisten besetzt, Vergewaltigungen folgen. Bis 26. 7. 1946 sind alle Deutschen vertrieben.

Marktgemeinde, Bezirk, Gericht Nikolsburg 810 ha 171 m ü.d.M.

Flurnamen
Rechtes Thayaufer: Ackerln, Ackerweingärten, Anger, Bierkeller, Birnberge, Butterbrünndl, Friedhof, Fuchsschwanz, Geißberge, Obere, Untere Gartln, Goldberge, Obere, Untere Gspötter, Hanzen, Hausgärten, Hausweingärten, Hochen, Hungerleider, Obere, Untere Karln, Lahmhofflecken, Untere, Obere Lehm höfe, Lehmhofmaß, Neubrüch, Platten, Prettersdorfer, Reiner, Reinerwaldl, Haussatz, Satz, Satzln, Obere, Untere Achiltberge, Stangenfleck, Thayagärten, Umläuf, Umlaufwaldl, Ziegelgärten, Ziegelofen, Alter Ziegelofen
Linkes Thayaufer: Alte Schwarza, Bruckgartenwiesen, Brückleiten(Riegelbruckleiten), Schwarzes Brückl, Steinernes Brückl, Brückelwioesen(Riegelbruckwiesen), Dammleiten, Obere, Untere (Mühlgrabenleiten), Trachter Damm, Eisernes Tor, Fischerwaldl, Fünf Wiesen, Ganslweide I und II, Gemeindethaya, Gemeindeweide I-III, Geppernetz(wiesen), Untere, Obere Giewiswiesen, Granitzbrückl, Großer Sand, Haltersee(Kuhhirtsee); Hauptgrübel, Herrschaftswald I-III, Herrschaftswald-Kuhstatt IV, Heher Gerten, Holzmühläcker, Holzmühlleiten, Holztristen, Insel, Kaltes Loch, Kipfelwiesen, Krummsee, Krummseewiesen, Kühwinkel, Lostsee, Marienbrücke, Mariensee, Modersee, Moderseewiesen, Mühlgärten, Mühlgraben, Mühlgrabensandäcker, Mühlgrabensee, Mühlwiese, gartenwiesen, Neuwiesen, Nobelsee, Oberwisternitzer Wald I-III, Peterswiese, Rebeckische Wiese, Reihen (Robinien), Rie gelbruckleiten, Riegelbruckwiesen, Rieseneiche, Sauspitz, Sandäcker, Große, Kleine, Häuselsandäcker, Sandgrube, Sandweg, Sandwiesen, Schinderei, Schinderwiesen, Schwarzagraben, Schwarzawiesen, Sieben Wiesen, Stierwiesen, Oberwisternitzer Straßsee, Straßwiesen, Tiergartenwiesen, Trift, Waldstückeln, Wildsauleiten, Wildsauwiesen, Wutkaloch

Gassen
Brüderhof, Friedhofgasse, Hauptstraße, Pollauer Straße; vom Marktplatz ostwärts Unterort, westwärts Oberort, Hintere Zeile, Schulergaßl, Schlossergaßl, Schneidergaßl bzw. Schustergaßl, Steuergaßl

Baudenkmäler, Einrichtungen
Pfarrkirche zum hl. Michael, davor Unserer Lieben Frau geweiht, spätgotisch, urkundlich erstmals 1389, 1582 erweitert, dazu Westturm, nach 1724 Presbyterium umgebaut, barocker Vorderteil angebaut. Innenausstattung zumeist von Ignaz Lengelacher: 12 Apostel, hl. Michael, Maria, Johannes von Nepomuk, Gregor der Große. 1846, 1879 und 1882 renoviert.
Pfarrhaus 1850
Friedhof 1784 von der Kirche weggelegt.
Marienstatue, nach 1700 (“Mariengartl”)
Hl. Florian von Lengelacher über dem Mühlentor
Hl. Johannes von Nepomuk
Kreuz
Volksschule 1898 “Kaiser-Franz-Josef-Jubiläums-Volksschule” (50 Jahre Regie rung), dreiklassig, Hauptschule 1941, vierklassig, besteht wohl seit 1575 oder 1582, 1812 aufgestockt.
Gemeindeamt 1849
Postamt 1868, Telegraph ab 1898, Telephon 1936
Forstamt 1890
Armenhaus
Gemeindemuseum 1935

Gewerbe
herrschaftliche Mühle, 1901 abgebrannt, 1922 verkleinert als Dampfmühle wie der aufgebaut
Ziegelofen
herrschaftliches Brauhaus 1700, in Molkerei umgewandelt 1924
2 Betonwarenerzeugungen
Haarnetze, Zwirnhandschuhe und Zwirnknöpfe in Heimarbeit
Elektrifizierung 1927
6 Jahrmärkte

Vereine, Genossenschaften
Schulkreuzerverein 1876
Freiwillige Feuerwehr 1880
Gesangverein 1898
Veteranenverein
Turnverein 1912
Verschönerungsverein 1918
Molkereigenossenschaft 1924
Landwirtschaftliche Genossenschaft


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