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Unter Radisch

49° 5' N, 15° 17' O

Dolní Radíkov

Zlabings

Geschichte
Erstmals 1358 urkundlich erwähnt, ab 1568 zu Böhmisch Rudoletz. Durch Großfeuer entsteht 1852 und 1866 großer Schaden, 1901 vernichtet Hagel die Ernte. Zwischen Unter- und Ober-Radisch (Bezirk Datschitz) verläuft die Sprachgrenze.
Ein Eisenhammer zum Wölkinger Eisenwerk steht hier. Anfang der 20er Jahre wird die Straße nach Böhmisch Rudoletz gebaut.
Im Zweiten Weltkrieg fallen fünf Mann, drei bleiben vermißt. 1945 wird eine Sechzehnjährige von Rotarmisten erschossen, als sie sich der Vergewaltigung widersetzt, eine Achtzigjährige stirbt, nachdem sie vom Wagen gestoßen worden ist. 146 Deutsche werden vertrieben.

Matriken seit 1769 (bei Modes)

bis 1938 mit Teilgemeinde Neuwelt (Nový Sv?t)

Bezirk Datschitz, Gericht Zlabings

1938-1945 Kreis Waidhofen a.d. Thaya

Längsangerdorf 470 ha, 568m ü.d.M.

Flurnamen: Steinäcker, Blahnteäcker, Gassenäcker; Hauspointäcker, Hofstattäcker, Kollingäcker, Kopfersteinäcker, Mühläcker, Ortsried, Plänklerfeld, Pofinäcker, Quantenäcker, Schlichteläcker.
Wiesen: Hauspointwiesen, Mühlwiesen, Pofinwiesen, Planchtewiesen, Gassenwiesen;
Wald: Pofin, Plancht, Planklerwald;
Zwei große Teiche: Oberer und Mittlerer Hammerteich (bei diesen die Eisenhämmer des Wölkinger Hüttenwerks)

Baudenkmäler, Einrichtungen:
Kapelle zum hl.Herzen Jesu, 1883, gehört zur Pfarre Modes.
ein Marterl, zwei Feldkreuze
Schule 1854, einklassig, erwähnt bereits 1789; eingeschult: Neuwelt und Ober-Radisch,
Armenhaus „Holderhäusl“,
Mühle,
Post Böhmisch Rudoletz

Gewerbe
Gasthaus, Kaufladen, 2 Schmiede, Schreiner, Schneider,
in Neuwelt: 8 Weber, Schindelmacher, Schuhmacher,

Vereine, Genossenschaften
Südmährerbund 1904
Deutscher Kulturverband