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Stallek

49° 2' N, 15° 17' O

Stálkov

Zlabings

Geschichte
Erstmals urkundlich erwähnt 1399, der herrschaftliche Hof liegt bis 1630 weit von der Gemeinde entfernt. Er wird aufgeteilt, es entsteht Neu-Stallek, das 1870 und in den Folgejahren vom Großgrundbesitz aufgekauft und aufgelöst wird. Im 18.Jh. besteht eine Glashütte, der Hüttenwald weist auf ihren Standort hin. 1872 vernichtet eine Feuersbrunst einen Teil der Winterseite, 1880 die Sommerseite beinahe ganz.
Im Ersten Weltkrieg fallen zehn Mann, im Zweiten sechs, drei bleiben vermißt.
Am 7.Juni 1945 werden 150 Deutsche über die Grenze nach Österreich vertrieben. Die meisten werden im Feber 1946 von Österreich nach Deutschland abgeschoben.

Brauchtum
Nach dem Großfeuer 1880 wird von der Gemeinde der Feiertag St.Veit (15.Juni) beschlossen; Vernichtung der Ernte durch Hagelschlag an diesem Tag 1882 und 1883, danach bis 1938 Bittprozession an diesem Tag. Bittprozessionen auch an den drei Tagen vor Christi Himmelfahrt und am Fest zu den vier Kreuzen.
Kirtag am Sonntag nach Maria Himmelfahrt (15.August).

Matriken seit 1647 (bei Zlabings)

Bezirk Datschitz, Gericht Zlabings

1938-1945 Kreis Waidhofen a.d. Thaya

Breitangerdorf 774 ha, 637m ü.d.M.

Lage: Auf der Gemarkung liegen der Buchberg (719m) und mehrere Teiche. Nach dem Volksmund hört hier das Brot zu wachsen auf, die Steine fangen zu wachsen an.

Flurnamen:
Teichäcker, Hütteäcker, Hölläcker, Kohlbergäcker, Leimgrubenäcker, Mühlfeld, Modingerweg, Lange Wiese, Gänswiese, Dürre Wiese, Wolfgrube, Edelbruck, Roßkniewinkel, Hauspointen, Höllgraben, Dorfwiese, Bodenwiese;
Schattlau- oder Großer Teich.

Baudenkmäler, Einrichtungen:
Kapelle zum hl.Veit, 1631, um 1900 renoviert,
gehört zur Pfarre Zlabings.
Fünf Feldkreuze:
Martinalkreuz, am Weg nach Modes,
Kospalkreuz, am Weg nach Rudoletz, 1717,
Taunalkreuz, am Weg nach Altstadt,
Naz’nkreuz, am Weg nach Zlabings, 1897,
Totenkreuz an der Wegekreuzung
Zlabings-Modes und Altstadt-Böhmisch Rudoletz,
Kriegerdenkmal 1924,
Volksschule 1899, davor Schulbau von 1804; Schule besteht seit der Zeit Kaiser Josefs II., 1791 öffentlich, Neubau 1928.