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Stallek

48° 53′ N, 15° 42′ O

Stálky

Znaim

Geschichte
Der Ort erscheint seit 1493 bei Freistein. 1931-33 werden 180ha genossenschaftlich entwässert. 1938 werden Zollstation und tschechisches Schulgebäudee mit 50 Arbeitsmaiden des RAD belegt.
Im I.Weltkrieg fallen 18 Mann, im Zweiten 30 Mann.
Am 26.Juni 1945 kommen tschechische „Partisanen“, binnen einer Stunde müssen die Deutschen am Finanzhaus stehen. Dort wird das Gepäck geplündert, bei einer Leibesvisitation werden Geld und Schmuck weggenommen. 600m außerhalb des Ortes werden 14 Familien zurückgeschickt sowie einige Mädchen, die dann nach Österreich fliehen, was auch die 14 Familien tun.
Nach der Vertreibung werden 42 Familien (163 Personen) in Österreich und 64 (240 Personen) in Deutschland aufgenommen.

Matriken seit 1822 (davor ab 1654 bei Fratting).

Bezirk Znaim, Gericht Frain

Breitangerdorf 1167 ha, 435 m ü.d.M.

Flurnamen:
Rageln, Wistoß-Lisl, Hinterlisl, Feheräcker, Schindelholz, Seeäcker, Vierquantel, Fommersbach, Zedlitz, Zvibo, Augraben, Driequantel, Auluß, Holzluß, Teichäcker, Grabenleiten, Sommerleiten, Bruckleiten am Stalleker Bach, der den Ort durchfließt. Wiesen: Ragel, Dammwiesen, Kleebirgel, Lange Wiesen, Feher Wiesen, Thayawiesen, Im Graben, Fommersbach.

Anbau: Roggen, Weizen, Gerste, Hafer; in kleineren Mengen Rot-, Weiß- und Gelbklee, Mais, Linsen, Erbsen, Mohn, Lein, Kartoffeln, Rüben.

Straßen, Plätze: Sommerzeile, Winterzeile.

Baudenkmäler, Einrichtungen:
Pfarrkirche zur Himmelfahrt Mariä (Pfarre urkundlich 1493) in Freistein, gotisch; Chor mit Kreuzrippengewölbe, Langhaus mit Stichkappentonnengewölbe, 1.Hälfte 17.Jh., Altäre 1.Hälfte 18.Jh.: hl.Barbara von Josef Doré; Taufkessel 1.Hälfte 17.Jh., Kanzel um 1779. 2 Seitenaltäre: Madonna von Lourdes, 1882, und hl.Josef, 1884; Orgel 1872. Vier Glocken. 1903 nach Renovierung neu geweiht.
Kriegerdenkmal, 1924, von den Tschechen 1945 gesprengt,
Finanzhaus, 1934.
Brückenwaage, 1931/33.

Schulen:
Volksschule 1928, zweiklassig; besteht seit 1672; 1846 alte Schule abgebrannt, Neubau 1847.
1934 tschechische Schule, Neubau für 6 Kinder der Arbeiter des Meierhofs.

Gewerbe:
Ziegelei bis in die 30er Jahre.
Meierhof Größinghof, von den Tschechen enteignet.
Hebamme
2 Gasthäuser, Gemischtwarenhandlung, Trafik.

Vereine:
Freiwillige Feuerwehr
Spar- und Darlehenskassa