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Socherl

48° 57′ N, 16° 22′ O

Suchohrdly u Míroslaví

Znaim

Geschichte
Urkundlich 1569 erwähnt, das Gut wird 1924 zur Staatsdomäne.
12 tschechische Kolonisten werden längs der Dorfstraße angesiedelt und mit Land aus dem Gutsbesitz versorgt.

Brauchtum
In der Nacht vom 30.April zum 1.Mai werden in die Fenster Holundergerten gesteckt, damit die Hexen, die durch die Nacht ziehen, nicht eindringen können. Die Burschen schmücken einen Weidenast mit bunten Bändern und stellen ihn ihren Mädchen in den Kamin. Es kommt auch vor, daß statt der Bänder Stroh das Bäumchen schmückt, wenn eine ihren Burschen stehengelassen hat. Daher schaut man am Morgen des 1.Mai früh nach, was im Kamin steckt. Vor dem Gasthaus wird ein großer Maibaum aufgestellt, dafür bekommen die Burschen ein Faß Bier. Der 1.Mai wird mit Musik und Tanz im Freien gefeiert.

Matriken seit 1695 (bei Mißlitz).

Bezirk und Gericht Mährisch-Kromau

Breitstraßendorf 779 ha, 230 m ü.d.M.

Anbau: Getreide, Zuckerrüben, Kartoffeln, Gemüse; ab 1938 Tomaten, Gurken, Melonen, Mohn (zur Ölgewinnung); Aprikosen, Pfirsiche, Kirschen, Nüsse; Weinbau.

Baudenkmäler, Einrichtungen:
Filialkirche der Hl.Margareta, Altar und Bild 1655 aus Mißlitz überführt.
Gemeindeamt
Postamt

Schulen:
Deutsche Schule, 1918 zweiklassig, 1930 einklassig.

Gewerbe:
2 Gastwirte, 2 Lebensmittelläden, Bäcker, Fleischer, Schmied, Schuhmacher, 3 Schneider.