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Selletitz

48° 56′ N, 16° 11′ O

Želetice

Znaim

Geschichte
1320 Olmützer Bischofslehen, 1351 urkundlich erwähnt mit einer Veste; nach häufigem Besitzerwechsel geht der Ort 1825 an die Grafen Corynski, 1838 kauft Carl Friedrich Kammel von Hardegger den Besitz. Nach den Verheerungen durch die Schweden hat der Ort nur noch drei Einwohner.

Matriken seit 1672 (bei Žerotitz).

Bezirk und Gericht Znaim

Längsangerdorf 637 ha, 224 m ü.d.M.

Flurnamen:
Stadelfeld, Weiße Grube, Amerika, Moratitzer Breite, Moratitzer Weingärten, Vordere und Hintere Vierteln, Dill, Schafsweide, Weingartbreite, Kreuzbreite, Schüttenberge, Untere und Obere Chlupitzer Breite, Chlupitzer Vierteln, Aufelder, Zigeunerteich, Kleinfelder, Eiskellerbreite.

Baudenkmäler, Einrichtungen:
Filialkirche hl.Jakob d.Ä., zu Pfarrei Žerotitz, Nebenaltäre hl.Maria und hl.Franziska; 3 Glocken, 17.Jh.
Schloß, 17.Jh., 1862 abgebrochen.
Laudon-Denkmal im Schloßpark.
Gemeindebücherei um 1907.
Armenhaus
Post- und Telegraphenamt, Telephon ab 1912.
Gendarmerieposten ab 1912.
Elektrifizierung, 1926.
Omnibuslinie, 1921 nach Znaim.

Schulen:
Volksschule, 1891, einklassig, davor in Žerotitz; später zweiklassig; Bürgerschule, 6 Klassen, ab 1938, die Lehrmittel werden von den Tschechen verschleppt.
Kindergarten, um 1900.

Gewerbe:
Ziegelei, Mühle; Brauhaus, 1680; Lagerhaus (Raiffeisenkassa), 1893;
Zuckerfabrik, 1870 bis 1922.
Kammel-Hardeggsche Gutsverwaltung mit den Gütern Selletitz und Žerotitz,
Perlmuttdrechsler, 2 Gemischtwarenhändler, 2 Schreiner, 2 Schuhmacher.

Vereine:
Raiffeisenkassa, 1893.