o-055-01-Schnborn « »

Schönborn

49° 4' N, 15° 1' O

Nová Ves

Neubistritz

Geschichte
1804 auf Dominikalgrund von Graf Czernin als Holzhauersiedlung angelegt, zu Ehren seines Freundes Schönborndorf genannt, bei den Einheimischen „Neudorf“. Siedler kommen aus Deutsch Moliken und Weißenbach. Das herrschaftliche Gebiet ist von einem Spindelzaun umgeben, damit kein Hase und kein Reh entkommt. Um 1900 wird von Weißenbach und von Lassenitz aus eine Verbindungsstraße gebaut, deren Teile nicht zusammentreffen, bei Schönborn bleibt ein Kilometer in schlechtem Zustand. Anläßlich der Gründung der Feuerwehr ergeht 1902/03 aus Prag der Bescheid, daß dort ein Schönborndorf nicht bekannt sei, wohl aber ein Ortsname Schönborn, so daß im Grundbuch und auf allen Siegeln “dorf” entfernt werden muß. Im Frühjahr gehen die Männer als Maurer nach Wien, einige Frauen gehen als Mörtelmischerinnen mit, im Herbst müssen alle bei der Treibjagd Dienst tun. 1918 wird Czernin enteignet, die Pächter können den Grund vom tschechischen Staat erwerben.

Bezirk, Gericht Neuhaus 372 ha 500 m ü.d.M.

Lage: in einer sumpfigen Mulde, im Norden Schmiedhanselberg, 550 m.

Flurnamen
Moliker, Heumother, Weißenbächer

Straßen: Moliker, Heumother, Weißenbächer, Wald- u. Margaretenstraße

Baudenkmäler, Einrichtungen
Kapelle hl. Franziskus zu Pfarre Schamers
Volksschule einklassig, 1918 beschlagnahmt, Schulbesuch in Deutsch Moliken; ab 1922/23 Privatunterricht von November bis März durch den Deutschen Kulturverband. 1937/39 Neubau, einklassig, durch Deutschen Kulturverband
Spritzenhaus mit Betstube
Post Schamers

Vereine, Genossenschaften
Feuerwehr 1902/03
Mahlmühlengenossenschaft Niedermühl
Molkereigenossenschaft Oberbaumgarten