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Schakwitz

48° 53' N, 16° 17' O

Čejkovice

Znaim

Geschichte: Urkundlich erstmals 1190 als Chaikowicz genannt, 1284 als Schenkwitz. 1349 sterben fast alle Bewohner an der Pest, 1531 fasr verödet, 1584 neu begründet, im 30jährigen Krieg ganz zerstört. Bei der Neugründung südlich von Groß-Olkowitz (davor zwischen Hosterlitz und Groß-Olkowitz) sind in Schakwitz 15 Höfe mit 100 Metzen und 3 Kleinhäusler mit 6 Metzen. Bis 1867 muß jeder Hof ungeteilt auf ein Kind übergehen, danach kann auch jeder, dessen Haus ohne Felder erbaut wurde, durch Erben, Heirat oder Kauf Grund dazu erwerben. Viele junge Leute ziehen in die Stadt, vor 1914 meist nach Wien. Nach 1918 entfällt diese Möglichkeit, die kleineren Höfe müssen aufgeteilt werden.
Zur Zeit der Austreibung hatte Schakwitz 79 und Hermannsdorf 60 Hausnummern.

Matriken seit 1694 (bei Groß-Olkowitz).

Bezirk und Gericht Znaim

Straßenangerdorf 313 ha, 233 m ü.d.M.

Flurnamen:
Spitzäcker, Oberes Feld, Mitteres Feld, Unteres Feld, Neuriß, Breite Äcker, Hintere Weiarten (Weingärten), Langäcker; weitere Flurnamen im Volksmund: Wad (Weide), Elwaldl (Erlenwald), G’manberi (Gemeindeberg), Taln (Teile), Mittlere Weingärten, Schmale Weingärten, Wiesen, Haschen, Hintausäcker, Wiesenstöße, Schafmeisteräcker (Ober-, Mitter- und Unterfeld), Wazstöße, Neuriß (Kraut-, Orts-, Breite, Steig-, Sutten-, Kleine, Spitze und Alte Neuriß).

Straßen, Plätze: Lechwitzer Straße, Frischauer Straße, Bauerngasse, Schottergrui (Schottergrube: Turnplatz).

Baudenkmäler, Einrichtungen:
Anstelle älterer Kapelle läßt das Kloster Bruck 1779 eine neue erbauen, 1853 wird ein Zubau errichtet und der Turm renoviert; der Altarraum bleibt erhalten. Eine Kirche für Hermannsdorf und Schakwitz wird an derselben Stelle 1910/11 von Moritz Ambros, Mühlfraun, erbaut. Kanzel und Inneneinrichtung von N.Pegrisch, Brünn. Eingepfarrt nach Groß-Olkowitz. Gottesdienst jeden 3.Sonntag.
Friedhof, 1888.
Elektrifizierung ab 1940.

Schulen:
Neubau 1914, zweiklassig, Garten (20a mit 45 Zwerg-Edelobstbäumen; erster Schulbau 1800, einklassig; Neubau 1829, erweitert 1889.

Gewerbe:
Gasthaus, Lebensmittelgeschäft, Schmied, Schneider.

Vereine:
Raiffeisenkassa, 1920, mit Hermannsdorf.
Milchgenossenschaft, 1923, mit Hermannsdorf.