o-249-01-Pulgram « »

Pulgram

48° 50' N, 16° 45' O

Pulgary

Nikolsburg

Geschichte
Urkundlich erstmals 1244 erwähnt, als es mit Neudek und Eisgrub von König Wenzel an Sifrit den Waisen verliehen wird. 1310 verkauft an Heinrich II. von Liechtenstein, im Urbar von 1414 sind nur deutsche Bewohner verzeichnet. 1545 sitzen Wiedertäufer im Ort, die Kirche ist zeitweise lutherisch. Seit 1574 Besitz der Dietrichstein durch Kauf, Adam von Dietrichstein stellt die katholische Lehre wieder her, 1585 wird P. der Pfarre Voitelsbrunn zugewiesen. 1619 von den Ständischen niedergebrannt. Am 22. 4. 1945 dringen Sowjetsoldaten ein, plündern, vergewaltigen. Nach Kriegsende kommen Tschechen, besetzen Häuser und vertreiben die Deutschen, am 7. 2. 1946 folgt die Ausweisung aus Österreich.

Bezirk, Gericht Nikolsburg; 1473 ha 175 m ü.d.M.

Im Westen an die Ausläufer der Pollauer Berge reichend mit dem Heckenwald (373 m), dem Fliegenhübel, Zeiselberg und der Spitzleiten (238 m)

Flurnamen
Auäcker, Lange Lehen, Lange Quanten, Rustenäcker, Kleines Feld, Schließ kafresser, Gaißloch, Mittlerer Stoß, Haidacker, Unterer und Oberer Suchtentrunk, Fliegenhübel, Kurze Lehen, Altenberg, Junge Weingärten, Im Grund, Neuäcker, Zeiselberg, Eichstaude, Fuchsgrund, Grundacker, Burgstallm, Sandweingarten, Winkelacker, Lukasland, Neuriß, Trift
Wiesen: Brünndlwiesen, Felberfleckl, Pflanzensteig, Sauwinkel, Feigelbergwiesen, Bruckwiesen, Pommerseewiesen, Veicherlwiesen, Bauernwiesen
Wald: Waberhölzl, Steinbruch, Öding Schlößl, Lehmstettenleiten, Mühlleiten, Spitzleiten, Einschichtleiten, Breitlistleiten, Fuchsgrundleiten, Grundackerleiten, Winkelackerleiten
Dietrichsteinischer Besitz: Rußmaß, Gaißlochbreite, Schläge 1-7; Brunnwiese, Heckwald, Dreieichenwiese, Hannwiese; Stoßleiten, Kimmelbergleiten, Küchen holz, Kohlstatt, Zorautgan, Kirchsteigleiten, Neuackerwald, Eichstaudenleiten, Fuchsgrundleiten, Breitlisten, Mühlberg, Wintergrundsutten.

Baudenkmäler, Einrichtungen:
Kirche St. Aegidius 1750, Haupt- u. Seitenaltar vom Kremser Schmidt; 1585 zu Voi telsbrunn bis 1785, nach älterer Kapelle 1580
Friedhof außerhalb
Pfarrhof 1785
Hl. Johannes der Täufer
Schule, seit 1672, einklassig, Neubau 1882, dreiklassig, ab 1908 vierklassig; 1911/12 Anbau, mit Turnraum; 1925 wieder dreiklassig, da die Tschechen eigene Schule bauen.
Armenhaus, später auch Hirtenhaus
Meierhof (Fürst Dietrichstein)
Lagerhaus
Milchsammelstelle;
Thayabrücke 1886, 1945 gesprengt, davor Holzbrücke, Mitte 18.Jh.
Elektrifizierung 1929-31
3 Ziegeleien (1902, 1908, 1911)

Vereine, Genossenschaften
Freiwillige Feuerwehr 1888
Veteranenverein 1906
Deutscher Turnverein 1911
Südmährerbund 1911
Kulturverband 1920
Raiffeisenkassa 1893
Milchgenossenschaft 1903