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Poppitz

48° 56′ N, 16° 40′ O

Popice

Nikolsburg

Geschichte
Als frühmittelalterliche Befestigung gilt der Burgstall. 1297 mit Pausram von Heinrich II. von Liechtenstein an das Kloster Kanitz verkauft, 1406 zurückgekauft, 1414 Bestandteil der Herrschaft Nikolsburg. 1426 verwüsten Hussiten den Ort, 1621 Ungarn und Schweden. 1541 protestantisch, im 16. Jh. lassen sich Wiedertäufer nieder, nach 1600 dürften sie P. verlassen haben. 1622 wird der letzte Pastor ausgewiesen; zunächst Lokalie von Paus ram, 1860 eigene Pfarre. Am 14. April 1945 von Rotarmisten besetzt, drei Männer kommen im Beschuß um. Ungezählte Vergewaltigungen folgen, ein Mann wird von Sowjets erschos sen.

Bezirk, Gericht Auspitz 847 ha 189m ü.d.M.

Flurnamen
Eichhölzl, Saurüssel, Mühlfeld, Mitterstoch, Sandäcker, Trachtberg, Mitterberg, Niederberg, Altenberg, Auspitzer, Ölberg, Sommberg, Unöden, Tremeln., Hai deln, Krautacker, Recherberg, Freidhof, Straßberg, Ackerln, Neuberg
Anbau: Weizen, Zuckerrüben, Wein, Obst

Straßen, Plätze
Hauptstraße, Neubaugasse, Damm, Kellergasse, Heuweg, Reitschulweg

Baudenkmäler, Einrichtungen:
Kirche St. Andreas 1696, 1863 Kupferturm; Friedhofstor 1. Hälfte 18. Jh.
Rosalienkapelle 1717, nach Pestepidemie; Glocke über beide Weltkriege erhalten, 1781 vom Religionsfond eingezogen, verkauft, Fruchtmagazin, später von der Gemeinde zurückgekauft
Marienkapelle 1815 auf dem Weg nach Kaidling anstelle einer Martersäule
Bildstock 16. Jh.
St. Florian 2. Hälfte 17. Jh.
St. Wendelin
Dreifaltigkeit 1867
Rathaus 1794, Neubau 1906 mit Kanzlei, Saal, Postamt, Gastwirtschaft
Schule (1621 erstmals erwähnt) 1875, 1894 aufgestockt, vierklassig
Kriegerdenkmal 1933
Kindertagesheimstätte 1930
Armenhaus
Postamt 1894
Bahnstation 1839
Elektrifizierung 1927

Gewerbe
Ziegelei
Mühle
Gemischtwarenladen Fleischhauer Tischler
Schmied Schlosser Schneider
Vereine, Genossenschaften
Veteranenverein 1892
Freiwillige Feuerwehr 1898
Gesangsverein 1900
Turnverein 1912
Raiffeisenkassa 1896
Milchgenossenschaft 1937