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Ober Wisternitz

48° 53′ N, 16° 37′ O

Horní Věstonice

Nikolsburg

Geschichte
Urkundlich erstmals erwähnt 1334 bei Belehnung der Liechtensteiner mit der Mai den burg samt den beiden Wisternitz durch König Johann. Danach gehören die Orte zur Herrschaft Nikolsburg. Zu Beginn des 15. Jh. besteht eine Pfarre. 1663 plündern die Türken, 1805 und 1809 die Franzosen; 1671-80 tötet die Pest 250 Menschen, 1855 sterben 80 an der Cholera. 1882 Großbrand. Im Krieg fallen 29 Mann. Unter den Tschechen muß der Straßenräumer seine Kin der in die tsche chische Schule nach Unter wisternitz schicken, um seinen Posten behalten zu können. Bei der Mobilma chung 1938 fliehen fast alle Männer in den Hohen Wald oder auf den Berg. Am 8. 10. marschiert die Wehrmacht ein. 1940 kommen fran zösische Gefangene, die bei den Bauern arbeiten und von diesen verpflegt werden, im Haus Nr. 80 schlafen, von einem Landsturm soldaten bewacht, sie werden ab ge löst von Ukrainern. Im Krieg fallen 55 Mann. Im Herbst 1944 kommen Flücht linge aus dem Banat und aus Sie ben bürgen, im Feber 1945 wird geschanzt, am 16. 4. die Brücke gesprengt, die Orts bewohner richten sich in Kellern ein. Am 17. 4. verlassen einige Familien mit Wagen das Dorf. Nach Abzug der Wehrmacht besetzen Sowjets am 23. 4. den Ort. Im Mai kommen Tschechen, durchkämmen die Häuser und nehmen mit, was ihnen gefällt. Am 12. 10. werden die Deutschen im Hof des Gemein deg

Bezirk, Gericht Nikolsburg 804 ha 200 m ü.d.M.

Westlich vom Maidenberg gelegen, im Süden erreicht der Neuhäuselberg (Kes selberg) 485 m.

Flurnamen
Oberfeld, Mitterfeld, Unterfeld, Oberkrautlies, Unterkrautlies, Winkelacker, Hofstatt, Wirtsacker, Kreuzacker, Roßweide, Häuselacker, Langacker, Hadl, Stößl acker, Queracker, Thayawiese, Grundacker, Ackerl, Sonnenberg, Gründl, Schaf berg, Siebenbuttendorfer, Edersdorfer, Langer Neubruch, Kurzer Neu bruch, Meidelberg, Schrecker, Obermeidelberg, Vorderhaussatz, Hinterhaus satz, Hof acker, Lausenpelz, Vogelfkleck, Oberried, Mitterried, Kirchberg, Kirch hügel, Acker weingarten, Gartl, Kratzer, Fuchtelberg, Stangenberg
Anbau: Wein: Grüner Veltliner, Blaufränkisch, Riesling, Silvaner, Blauer Portu gieser, Rotweißer Veltliner, Weißer Gutedel
Weizen, Gerste Korn, Hafer, Futterrüben, Zuckerrüben, Kartoffel, Mais, Klee, Rotklee, Luzerne, Ölfrüchte; Tomaten, Gurken, Zwiebeln, Möhren; Soja boh nen, Hirse
Obstbau: Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen, Nüsse, Pfirsiche, Marillen, Weich seln, Johannisbeeren, Maulbeeren, Mandeln, Reineclauden.

Straßen, Plätze
Reichsstraße, Bezirksstraße, Thayaweg, Kleinmittelweg, Großmittelweg, Sport platz, Roßweide

Baudenkmäler, Einrichtungen:
Pfarrkirche hl. Rosalie 1767/69 auf einem vom Fürsten Dietrichstein geschenk ten Grund, davor außerhalb des Ortes Kapelle, 1680 nach Pestgelübde errich tet, spät barocker Neubau, 1774 geweiht, bis 1781 nach Unter-Wisternitz einge pfarrt, 1782 eigener Pfarrer. 1805 und 1809 von Franzosen ausgeraubt, 1853 reno viert. 4 Glocken.
Friedhof, außerhalb, besteht 1582.
Kapelle, 1913, am Ortseingang
Marterl “Schwedenkreuz” beim Teich
5 Eisenkreuze
Marterl, 1866, “Preußenkreuz” beim Akazienwald
Volksschule, 1886/87, zweiklassig, mit Bücherei, davor Neubau 1812, 1870 zwei klassig.
Gemeindesaal, 1935, Turnhalle, Ballsaal, Versammlungshalle
Kriegerdenkmal 1921
Armenhaus
Gemeindebücherei
Gemeindesaal mit Bühne 1935
Wasserleitung 1925
Elektrifizierung 1929

Vereine, Genossenschaften
Freiwillige Feuerwehr 1885
Turnverein 1911
Veteranenverein 1924
Deutscher Kulturverband
Gesangverein 1932
Raiffeisenkassa 1900
Milchgenossenschaft 1913
Molkereigenossenschaft 1927

Gewerbe
Kellerschank, Fremdenzimmer, Garagen
3 Steinbrüche (Kalkstein für Schotter)
Hausindustrie: Knopfmacherei und Haarnetzerei

3 Gemischtwarenhandlungen 2 Bäcker 3 Schneider
3 Schmiede 2 Wagner Tischler 2 Faßbinder
Maler 3 Schuster Friseur