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Aufnahme aus den Jahre 1930

Niederbaumgarten

49° 7′ N, 15° 1′ O

Dolní Pěna

Neubistritz

Geschichte (s. Oberbaumgarten)
Früher zur Herrschaft Neuhaus gehörig. Vor 1918 verdingen sich die Männer im Sommer als Maurer in Wien oder Niederösterreich. Am 30. Mai 1945 kommen tschechische “Partisanen”, binnen einer Stunde müssen die Deutschen den Ort verlassen, nur Familien mit Kindern dürfen ein Handwägelchen mitnehmen; drei Männer werden an die Wand gestellt, nach bestialischen Mißhandlungen müssen sie sich in den Überresten eines Komposthaufens ihr Grab schaufeln, sich hineinstellen, dann werden sie von den “Partisanen” ermordet und verscharrt.

Brauchtum
Bittgang zum hl. Johannes am 16. Mai nach der Maiandacht, am folgenden Sonntag Prozession dorthin mit Pfarrer und Bewohnern von Oberbaumgarten.

Dorfgemeinde, Bezirk, Gericht Neuhaus,
529 ha 460 m ü.d.M.

Flurnamen
Hausflur (hinter den Häusern), Luß (Lüssel, Liß = Teil), Socherer, Grob’n, Kühlhausflur, Bounger, Gemeindeflur
Anbau: Roggen, Hafer, Gerste, Kartoffel, Mais, Kraut- und Futterrüben
Tierhaltung: Rinder, Schweine, Pferde, Gänse, Enten, Hühner
Sandgruben an der Budweiser Straße, weithin bekannt für feinen Sand
Steinbruch bei Haus No 19
25 Bauern und 27 Häusler

Wege:
Dorfweg, Fahr- oder Leiterweg, Beriweg, Kirasteig.

Baudenkmäler, Einrichtungen
Kapelle hl. Herz Jesu, mit Turm 1905; Altarbild von Gräfin Czernin, Glocke 1922, zu Pfarre Oberbaumgarten (Bauplan im “Südmährer”, 1992, 6, S. 466ff.)
Hl. Johannes von Nepomuk 1762, auf der untersten Gemeindebrücke, von einer Moldaubrücke in Prag
Volksschule in Oberbaumgarten
Gemeindebücherei
Armenhaus mit 4 Zimmern
Kriegerdenkmal
Post Oberbaumgarten
Elektrifizierung 1925
Drainierung des Gemeindegebietes mit Oberbaumgarten 1934-38

2 Gasthäuser Lebensmittelgeschäft Schmied Schneider Wagner Tischler
Zimmerleute Maurer

Freiwillige Feuerwehr