o-041-01-Neustift « »

Neustift

Neustift mit Burgstall

49° 1' N, 15° 3' O

Lhota

Neubistritz

Geschichte
1487 gehört Burgstall zur Herrschaft Landstein. Während des 30-jähr. Krieges sind 10 von 19 Häusern verödet. Die Einnahmen der Gemeinde kommen aus Verkauf von Brennholz, Waldstreu, Pachtgeld von Wiesen, Teichen und Jagd.

“Au a eiserne G’sundheit wird durch Wossa rousti.”

Bezirk Neuhaus, Gericht Neubistritz 545 ha 540 m ü.d.M.

* In Burgstall: 22 – 148 – 139 – 9 – 0

* Burgstall in Klammern

Flurnamen
Hammerflur, Kirchberg, Ödberg, Gassenäcker, zwischen den Bergen, Auwiesen, Frauenteich
Dorfteich, Lenzenteich, Haarteich; 8 Teiche, davon gehören vier der Hammermühle je einer der Gemeinde und der Neustiftmühle.
Die Hammerlinde hat 1924/25 einen Umfang von 678 cm
Bauern mit meist 5 bis 20 ha, als gelernte Maurer, Steinmetze, Zimmerer tätig.
Bodennutzung: Roggen, Hafer, Gerste, Kartoffel, Futterrübe, Klee, Lein/Flachs, Mohn, vereinzelt Weizen

Baudenkmäler, Einrichtungen
Kapelle hl. Therese 1926/27, geweiht am 19.8.1928, unweit Gedenkkreuz für die Gefallenen des I. Weltkriegs
Kapelle zur hl Dreifaltigkeit in Burgstall
Hl Johannes von Nepomuk am Hammerteich
Marter am Nordhang des Burgstaller Waldes, Pietá in Granit
Wegkreuze: Blaschkerkreuz
Doudernkreuz (zum Ödberg)
Stipplerkreuz (bei Hammermühle, Straße nach Neubistritz)
Alwert’nkreuz (Dorfmitte)

Schule:

Seit Mitte des 19. Jh. gingen die Kinder nach Schamers in die Schule. Um 1900 bemüht sich Neustift um die Errichtung einer Expositur. Am 5. September 1905 bewilligt der Landesschulrat in Prag eine Expositur gegen die Schamers Widerspruch einlegt, so dass diese erst im April 1908 erteilt wurde. Danach begann der Bau des Schulgebäudes, dass erst 1909 bezogen werden konnte. Für den Unterricht vom 1. April 1908 bis Schulende 1909 wurde im Hause № 16 eine Stube angemietet.

Mit dem ersten September 1919 wurde die Schule in Neustift eine selbstständige einklassige Volksschule.

1941 wird in dem Schulhaus ein Kindergarten eingerichtet und die Schüler müssen nach Grambach in die Schule gehen.

Gemeindebücherei
Armenhaus
Post Schamers
Elektrifizierung 1920 (Strom aus der Mühle)

3 Getreidemühlen mit Sägemühle, Wasserantrieb:
Hammermühle (ehem. Hammerwerk, ca. 1km oberhalb, mit Mühlteich, Hammerteich, Waldteich, Haarstubenteich), Hansalmühle (am Ortsanfang), Neustiftmühle (Ortsmitte)
Hausweberei nach 1918 im Winter; Flachsverarbeitung zu Zwirn, Leinen, Wolle für Strümpfe (Schafhaltung auf größeren Höfen); Männer, als Maurer und Mühlenbauer unterwegs, kommen zum Winter heim.
Gasthaus Greißler Schmied ab 1935

Freiwillige Feuerwehr seit 1898