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Neu Petrein

48° 53' N, 15° 45' O

Nový Petřín

Znaim

Geschichte
Erstmals 1323 urkundlich erwähnt, durch die Hussiten zerstört, 1535 steht nur noch ein obrigkeitlicher Hof, 1550 wird das Dorf neu angelegt und heißt seit 1610 Neu-Petrein (davor Ober-Petrein), es gehört zu Alt-Petrein. Im I.Weltkrieg fallen fünf Mann. 1920 bestehen 14 Bauern-, 8 Ausgeding- und 4 Kleinlandwirthäuser, Gemeindeschmiede, Gemeindegasthaus, Wohnhaus des Schneidermeisters.
1944 liefert der Ort 109352l Milch und 112t Brotgetreide, bei einer vorgeschriebenen Liefermenge von 110t. Im II.Weltkrieg fallen sechs Mann. Ende Juni 1945 kommen tschechische Hausbesetzer, tschechische „Partisanen“ treiben einen Tag danach die Deutschen aus den Häusern, mit 15kg Gepäck müssen sie binnen einer halben Stunde draußen sein. Das Gepäck wird durchstöbert und ausgeraubt, dann werden die Leute über die Grenze getrieben. Die wenigen im Ort verbliebenen werden im Juli 1945 vertrieben, im März 1946 aus Österreich abgeschoben.

Matriken seit 1785 (davor ab 1720 bei Frain).

Bezirk Znaim, Gericht Frain

Straßendorf 457 ha, 446 m ü.d.M.

Baudenkmäler, Einrichtungen:
Kapelle der Hilfreichen Muttergottes, 1756, Filiale von Frain; neuer Turm 1931, 2 Glocken; Gedenktafel für die 5 Gefallenen von 1914/18.
3 steinerne Kreuze an den Straßen nach Frain, nach Pomitsch und nach Alt-Petrein (am Waldrand).
Marterl mit Muttergottes an der Abzweigung Alt-Petrein-Schaffa.
Spritzenhaus, 1935, Löschbrunnen.

Gewerbe:
Gut „Roter Hof“ („Frauenhof“) der Herrschaft Frain, 64 ha, 1920 verstaatlicht.
Gasthaus, 2 Schmiede, Wagner, Zimmermann, Schneider, Schuster.

Vereine:
Freiwillige Feuerwehr, 1935.