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Margarethen

48° 59' N, 15° 19' O

Marketa

Zlabings

Geschichte
Zur Bewirtschaftung der Felder des 1626 vom Feuer zerstörten Schönakwitz gründet Grundherr von Schneidau 1651 einen Meierhof, zunächst Neuhof genannt, 1685 verkauft an Gräfin Marie Margarethe Trautsohn, 1708 als Margarethenhof belegt. 1703 mit der Herrschaft Althart an Maximilian Franz von Deblin, der den Grund für junge Siedler aufteilt. 1754 sitzen 12 Häusler auf obrigkeitlichem Grund zu je 18 Metzen Feld, dazu eine zweispännige Fuhre Heu. Zum Ackern, Heuen und Schnitt müssen sie wöchentlich 2 Tage mit 2 Ochsen, die übrige Zeit mit einer Person zu Fuß am Meierhof im Taglohn arbeiten, sind ansonsten steuer- und zehentfrei, dürfen die obrigkeitliche Viehweide benutzen und jeden Samstag im herrschaftlichen Wald Holz klauben. Nach Josef Franz Deblins Ermordung 1784 übernimmt die Staatsgüterdirektion Klosterbruck die Herrschaft Althart, verpachtet sie wegen, Unrentabilität. 1786 vergrößert durch Aufteilung von Meierhofgründen in 21 Bauernhöfe je 20 Metzen.
Die Kinder werden nach Neustift eingeschult, von dort wird die deutsche Volksschule 1919 verdrängt und nach Piesling verlegt, die Kinder gehen bis 1938 nach Piesling zur Schule.

Matriken seit 1645 (bei Neustift)

Bezirk Datschitz, Gericht Zlabings

1938-1945 Kreis Waidhofen a.d. Thaya

Straßendorf 274 ha, 507m ü.d.M.

Lage: Am Südhang des Sonnwendberges (626m).

Flurnamen
Stiergartenacker, Meiergartenbreiten, Leitenacker, Oberer Acker, Große Äcker, Brennstätt (Hinweis auf verödeten Ort Schenakwitz), Mudlauer Feld, Breitbergfeld, Schafmeisteräcker, Wirtische Äcker, Birken.

Baudenkmäler, Einrichtungen:
Kirche zur hl.Margarethe Ende 17.Jh., 1728 restauriert;
Kirche hl.Anna 1713, 1728 restauriert, 1788 geschlossen,
Kapelle hl.Bartholomäus,
Schlößchen, auf älterer Burg, 1777 abgebrannt.