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Lidmeritz

48° 59' N, 16° 24' O

Lidměřice

Znaim

Geschichte
Der Ort wird 1358 urkundlich erwähnt, noch 1793 gibt es hier 61 ha Weingärten. Eingepfarrt nach Wolframitz. Im I. Weltkrieg fallen sechs Mann. Im II. Weltkrieg fallen sieben Mann, zwei bleiben vermißt. 1945 werden 138 Personen vertrieben, davon 72 nach Bayern, 31 nach Baden-Württemberg.

Matriken seit 1680 (bei Wolframitz).

Literatur:
Siehe Wolframitz

Bezirk und Gericht Mährisch-Kromau

Straßendorf 435 ha, 200 m ü.d.M.

Lage: An der Bezirksstraße aus Wolframitz, die in die Obere Gasse führt, an der Nordseite stehen ansehnliche Bauernhäuser, gegenüber Scheunen, die zu den Bauernhäusern an der Ortsstraße (aus Babitz kommend) gehören.
Höfe: 6 mit 15ha, 12 mit 10ha, 6 mit 5ha; 4 Kleinhäusler.

Flurnamen: Alte Gebirge, Neubrecher, Freifelder, Oberes, Mittleres und Unteres Feld, Vierteläcker, Neurieß, Gemeindefeld (Goldheide, wegen der vielen Kamillenblüten), Teichwiese (Polkowitz).

Anbau: Gerste, Hafer, Weizen, Roggen, Hirse, Kleesamen, Mohn, Zuckerrübern, Futterrüben, Kartoffeln, Futtermais, Körnermais, Tomaten, Erbsen, Gurken, Kürbisse.

Jagd: Rebhühner, Hasen, Fasane.

Baudenkmäler, Einrichtungen:
Kapelle an der Straße nach Wolframitz (abgebrochen).
Glockenturm 1848, Obere Gasse, mit Gedenktafel für die Gefallenen des I.Weltkriegs.
Steinsäule „Ecce Homo“ an der Straße nach Wolframitz (Pietá).
Gemeindekanzlei, 1926.
Artesischer Brunnen, 1928.
Elektrifizierung, 1928.

Schulen:
Schule in Wolframitz (auch für Babitz und Klein-Seelowitz).
Kindergarten (auch für Babitz, Klein-Seelowitz und Wolframitz), vom Kulturverband 1927 errichtet.

Gewerbe:
Ziegelei, Kaufmann, Zimmerer, Wagner, Schlosser.

Vereine, Einrichtungen:
Milchgenossenschaft, 1900, Raiffeisenkassa, 1900.
Gesangsverein, 1910.