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Laatz

49° 3′ N, 16° 33′ O

Ledce

Nikolsburg

Geschichte:
Urkundlich erstmals 1257 erwähnt, 1590 mit der Seelowitzer Herrschaft ver eint, 1645 von Schweden niedergebrannt, kein Überlebender: verödet. 1663 von Tür ken heimgesucht, 1673 neu besiedelt, 1680 sterben 28 Menschen an der Pest. Vor 1695 ist eine Mühle nachgewiesen. Bis 1883 besuchen die Kinder die Schule in Mödlau und Sobotowitz (tschechischer Ort, trotzdem werden sie deutsch unterrichtet). Erzherzog Friedrich schenkt den Baugrund für ein Schul haus mit der Auflage, daß die Schule deutsch bleibt. 1918 wird sie tschechisch. Am 10. Oktober 1938 kommen 12 deutsche Soldaten in den Ort. Im Meierhof werden die Pferde und Fuhrwerke, die bei der Mobilmachung eingezogen worden waren, an die Eigentümer zurückgegeben. Laatz ist nun Zollgrenze.

Bezirk Auspitz, Gericht Groß-Seelowitz, ab 1938 Nikolsburg/Pohrlitz; Bahn und Post Grusbach, Pfarrei Mödlau 278 ha 203 m ü.d.M.

Flurnamen: Hausgärten, Hutweiden, Ablaß, Altbergen, Neuberg, Kellerspitz, Scheuerspitz, Martersäulenbreiten, Zeiselfeld

Anbau: meist Zuckerrüben, Weizen, Braugerste, Luzerne, Mais, im Krieg auch Gemüse; auf dem Gut einige hundert Kirsch-, Apfel- und Walnußbäume .

Bauten, Einrichtungen:
Kapelle zur hilfreichen Gottesmutter
Schule, einklassig, 1883 mit Hilfe des Deutschen Schulvereins; Inschrift: “Dies Haus der Bildungsstätte erbaut hat deutscher Fleiß, zu unserer Kinder From men, dem Herrn sei Lob und Preis.” Bis 1874 in Mödlau, ab 1875 in Seelowitz.
Post 1790, später nach Raigern
Meierhof, 300 m östlich vom Ort, Erzherzog Friedrich, Herrenhaus mit Ein kehr wirtshaus (um 1890 aufgelassen), Stallungen, Wagenschuppen, Mühle (eine der ersten Walzenmühlen)
herrschaftliches Gasthaus
2 Quellen

Vereine, Genossenschaften
Schulverein
Turnverein
Raiffeisenkassa