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Kain

48° 59' N, 15° 25' O

Kuní

Neubistritz

Geschichte
Besiedlung im 14./15. Jh., Kockschlag als Meierhof, Kain mit 11 Häusern und einem Gemeindehaus (Golderhäusl). 1487 benannt, 1654 als Kain. Bernhards wird 1579 erstmals urkundlich genannt. Um 1650 soll Kain am 4. Mai niedergebrannt sein, bis 1945 wird an diesem Tag die Messe gelesen. Im I. Weltkrieg fallen 13 Mann, im II. Weltkrieg sechs in Kain (zwei bleiben vermißt), sieben in Bernharz, einer in Kokschlag und Dietreichs (und je ein Vermißter), insgesamt 21 Opfer. Am 28. Mai 1945 werden alle Deutschen auf dem Dorfplatz zusammengetrieben, fünf Geiseln werden an die Kapellenmauer gestellt und mit Maschinenpistolen bedroht. Drei Familien dürfen bleiben, die anderen müssen binnen einer halben Stunde den Ort verlassen. Die Hälfte die Vertriebenen kann in Österreich bleiben, ab 26. 2. 1946 werden die übrigen aus Österreich abgeschoben. Die Ortschaften veröde und werden nach 1952 einplaniert. Von 246 Vertriebenen leben 1961 in Deutschland 105, in Österreich 91, davon 20 in Wien.

Dorfgemeinde, Bezirk Neuhaus, Gericht Neubistritz,
mit Bernhards, Dietreichs, Kokschlag 627 ha 558 m ü.d.M.

Flurnamen
Grundacker, Reibers, Fichtau, Mühlacker, Saßluß;
Bernharz: Ortsried, Hammeracker-, Stuhlbach-, Straßlings-, Kainluß-, Krebsen-, Steinleitenflur;
Dietreichs: Ortsried, Kuhriau-, Luß-, Steinacker-, Kochacker-, Kainbreiten-, Grußacker-, Grubenflur;
Kokschlag: Ortsried, Graben-, Feldteich-, Teich-, Ziegel-, Mühlackerflur

Baudenkmäler, Einrichtungen
Kapelle zur seligen Jungfrau Maria 1860/61, zu Pfarre Altstadt
Kapelle in Dietreichs 1890
Schule, einklassig 1882/83, ab 1932 zweiklassig
Gemeindebücherei 1920
Post Altstadt
Fernsprecher 1939
Pestsäule in Bernharz 17. Jh.
Steinkreuz in Kain 1810
Spritzenhaus (Neubau 1939)

Gewerbe
Hammermühle und Brettsäge, Dietreichs
2 Gasthäuser Schmiede
Vereine, Genossenschaften
Freiwillige Feuerwehr 1908
Deutscher Böhmerwaldbund 1908 (bis 1938)
Spar- und Darlehenskassa 1901