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Gurdau

48° 57′ N, 16° 46′ O

Kurdejov

Nikolsburg

Geschichte:
Erstmals 1286 urkundlich erwähnt, 1692 an Fürst Johann Adam von und zu Liech tenstein verkauft, über seine Tochter an Kaiser Franz Stephan, bis 1918 bei den Habs bur gern. 1541 erwerben Wiedertäufer ein Haus, werden 1618 ver trie ben. Das Luther tum hält sich 1590 bis 1673. Bethlen Gabors Scharen plün dern 1625, töten oder verschleppen 400 Menschen, 1643 plündern Schweden, 1663 Türken, wer nicht hinter den Mauern Schutz findet, wird verschleppt. Die Pest tötet 1645 die mei sten Einwohner. Die Pfarre geht im 30jähr. Krieg ein, erst 1785 erneuert. Sowjets erschlagen 1945 zwei Män ner, Tiefflieger töten eine Frau.

Bezirk, Gericht, Post Auspitz 906 ha 250 m ü.d.M.

Flurnamen: Altenberg, Honneberg, Schuhberg, Gritschenberg, Gsertel, Pfaffen bergen, Scheiben, Sumbergen, Zeiselgrund, Teicht, Triften, Bergen, Gemeinde acker, Quanten, Blombenberg, Massen, Agerlen, Neubergen, Spielbergen, Teich tel, Sowotter, Wiesen, Münichbergen, Windfang, Heuleiten, Spiegel, Neu ried, Wechselberg, Burgstadel, Lipping, Zuckmantel, Bruch, Leiten, Stein bergen

Baudenkmäler, Einrichtungen:
Kirche St. Johannes der Täufer und St. Katharina, seit 1350, Umbau 1718, reno viert 1919 und 1936, mit Festungsmauer (Wehrkirche), unterirdischen Gän gen, von der Krypta ausgehend; Karner, Allerheiligenkapelle (an der Stelle der alten Kir che) 1213. Turm (1493) freistehend, 45 m, mit sechs Glocken (1350, 1404, 1476 “rex gloriae veni cum pal. Jesus Nazaren. rex Iudorum”; 1606), vier im I. Weltkrieg abgeliefert, im zweiten auch die fünfte.
Kapelle “Aller Heiligen” 1213, 1850 umgebaut in Gemeindeschlachthaus, stand im ehem. Friedhof, um die Kirche herum angelegt.