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Chwallatitz

48° 57' N, 15° 45' O

Chvalatice

Znaim

Geschichte
Urkundlich erstmals 1497 genannt, zur Herrschaft Vöttau gehörig. Die 1786 auf Gemeindegrund angelegte Kolonie Schröffelsdorf wird 1924 als selbständige Gemeinde abgetrennt. Ein Großfeuer vernichtet 1811 den Ort. Im II.Weltkrieg fallen sechs Mann, vermißt bleiben zwölf.
1945 leben im Ort 63 selbständige Landwirte mit 188 Familienangehörigen.
Am 18.Juni 1945 werden 319 Deutsche vertrieben, über Schiltern, Schönwald, Liliendorf, Ober-Fröschau, Zaisa nach Hardegg. 21 Familien können in Österreich bleiben, 35 Familien kommen nach Württemberg, 30 nach Baden, fünf nach Bayern, zwei nach Hessen, eine ins Saarland.

Matriken seit 1785 (davor seit 1751 bei Vöttau).

Literatur:
Leinberger, Hermann: Mein Chwallatitz. o.J.

Bezirk Znaim, Gericht Frain

Längsangerdorf 1202 ha, 440 m ü.d.M.

Flurnamen: Znaimer Ried, Buchhalter Ried, Preisgraben, Silberberg, Rahm, Zolowitzer Ried, Vöttauer Ried, Böhmacker, Lessel, Bienengarten; Wolfsgrube, Berg, Glashütte, Schiering, Steinberg, Stockbrunnen, Suchahora, Sesselberg, Rahmberg, Tiergarten, Rosenberg.
Znaimer Staatsgebiete: Kolmas, Schanderka, Spitzäcker, Schlibeckwiesen, Spitz, Nedbala-Wiesen, Teichäcker, Mapeläcker, Grentäcker, Stepanka-Äcker.

Bodennutzung: Roggen; Weizen, Hafer, Gerste; Erbsen; Mohn; Klee.

Baudenkmäler, Einrichtungen:
Pfarrkirche zum Hl.Kreuz, 1750 anstelle älterer Kapelle; Turm von 1770. Altarbild von Josef Winterhalter II., erneuert 1835,
Pfarre seit 1892.
Pfarrhof, 1825, renoviert 1841; davor Bau von 1786, abgebrannt 1811.

Schule: Volksschule, einklassig, 1785, durch Brand 1811 vernichtet.

Gewerbe:
Hebamme,
2 Gasthäuser, 2 Handelsbetriebe, 7 Handwerksbetriebe.

Vereine:
Lagerhausverein, 1924.
Spar- und Darlehenskassa, 1912.
Landwirtschaftsverein, 1920.