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"Glöckl"

Chlupitz

48° 57' N, 16° 15' O

Chlupice

Znaim

Geschichte
Erstmals 1287 urkundlich genannt, Besitz des Markgrafen von Mähren, der hier einen Meierhof betreibt, gehört zur Pfarre Hosterlitz. 1621 verliert der Herr von Lipa wegen Teilnahme am Böhmischen Aufstand die Herrschaft, sie gelangt 1629 mit der Mährisch Kromauer Herrschaft an Gundakar von Liechtenstein. Ein Teil gehört seit 1370 vermutlich dem Kloster Bruck.
1866 sind Preußen einquartiert, „Preußenlöcher“ sind seither als Verstecke für Nahrungsmittel bekannt.

Brauchtum:
Am 2.Mai ist Gemeindefeiertag und Bittgang um die Felder.
Kirtag am Sonntag nach Michaeli (29.September).

Auf der Znaimer Straße, knapp 100 Schritt vom Hosterlitzer Friedhof, standen zwei halbrunde, flache, zugehauene, 75cm hohe Steine. An dieser Stelle sollen zwei Duellanten einander getötet haben, die Frau, um die es ging, stürzte sich vom Hosterlitzer Turm.
In der „Hofstatt“ steht an der Grenze zu Wainitz ein halbrunder Stein, dort sollen Mörder begraben worden sein.

Matriken seit 1653 (bei Hosterlitz).

Bezirk und Gericht Mährisch-Kromau

Straßendorf 385 ha, 218 m ü.d.M.

Der Ort ist umgeben von einem Wiesengürtel, durch den der von Kopfweiden und Besenpappeln, Rüstern und Akazien gesäumte Skalitzbach fließt.

Flurnamen: Kleinfelder, Oberwieseln, Mitterfeld, Dammstückeln, Am Tal, Kassibiri, Hofstetten, Stößeln (Josef-Stösseln), Krautlandel, Zwischenwegen, Zulissen, Jungbiri, Sutten, Altbiri, Beiderfach, Am See.

Bodennutzung: Getreide (Weizen, Gerste, Roggen, Hirse, Mais) an Lagerhausgesellschaft in Mißlitz, Zuckerrüben (für Zuckerfabrik in Grusbach), Klee, Gemüse (Bohnen, Erbsen, Karotten, Gurken, Tomaten), ab 1938 an Bezirksabgabestelle in Hosterlitz, Obst, besonders Pflaumen („Glattenbäume“).

Baudenkmäler, Einrichtungen:
Glockentürmchen, „Türml“, sehr alt, mit gemauertem Sockel und hölzernem Aufbau.
Hl.Joseph an der Znaimer Straße, nahe den „Josef-Stösseln“.
Kriegerdenkmal, 1927.
Gemeindehaus mit Raiffeisenkassa
Milchsammelstelle „Millihäusl“
2 Armenhäuser
Freibad seit 1930.
Elektrifizierung, 1928.
Schule, Postamt, Arzt, Hebamme in Hosterlitz.
Gendarmerieposten in Mißlitz.

Gewerbe:
Mühle bis 1915.