Borotitz (2) « »

Borotitz mit Philippsdorf

48° 51′ N, 16° 15′ O

Borotice

Znaim

Geschichte
Erstmals 1225 genannt, es wird dem Grillowitzer Pfarrsprengel zugewiesen, der Kirchenzehent gehört Klosterbruck. Das Stift erhält den größten Teil des Ortes 1362 von Benedikt von Borotitz gegen jährlich abzuhaltende Seelenmessen. Jodok von Mähren entzieht Borotitz dem Stift, es wird aber bald zurückgekauft, 1519 tauscht er Borotitz und Grillowitz bei Sebastian von Weitmühl gegen Rausenbruck ein, der vereinigt es mit der Herrschaft Grusbach. 1660 erwirbt Klosterbruck den Ort wieder, er bleibt im Besitz des Stiftes bis zu dessen Auflösung 1784. Philippsdorf ist eine Neugründung von 1785 anstelle eines östlich gelegenen Meierhofes.

Im II.Weltkrieg fallen 48 Mann aus Borotitz und Philippsdorf.

Um 1900 wurde ein größerer bronzezeitlicher Depotfund der Aunjetitzer Kultur gehoben, darunter zahlreiche Armstulpen aus Bronzeblech, die sog. „Borotitzer Armmanschetten“.

Matriken seit 1784 (bei Lechwitz).

Bezirk und Gericht Znaim

Gassen-/Platzdorf 1202 ha, 197 m ü.d.M.

Flurnamen: Weinberg-Quanten, Kreuzbreiten, Mitterfeld, Mitterweide, Petrowitzer Feld (nach einer im 30jährigen Krieg vernichteten Gemeinde), Klein-Grillowitzer Breite, Teichfeld, Ziegenberg, Bergfeld, Ortsried, Erlenwies, Krutzenfeld, Absatzfeld, Obere Sandgebirge, Grubacker, Brunnenacker, Spitzacker. Krautacker.

Bodennutzung: Getreide (Roggen, Weizen, Gerste, auch Braugerste, Hafer), Mais, Zuckerrüben, Zwiebeln, Gurken, Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Mohn, Klee, Weinbau, Edelobst und Beeren.

Straßen, Plätze: Land/Dorfstraße (von Lechwitz nach Grillowitz), 2 Kellergassen, Nebenwege.

Baudenkmäler, Einrichtungen:
Dorfkapelle zum hl.Wenzel, 1885, ausgeschmückt 1901; eingepfarrt nach Lechwitz.
Bildstöcke, Kreuze, Marterl, Kriegerdenkmal,
Gemeindehaus, Feuerwehrhaus, Milchsammelstelle.

Schule: Volksschule, Neubau 1892, zweiklassig; ursprünglich nach Groß-Grillowitz eingeschult, 1784 eigene Schule in einem Privathaus; 1836 erster Schulbau.

Gewerbe:
Gutshof (Baron Kübeck)
2 Gasthäuser, 3 Lebensmittelläden, Bäcker, Huf/Wagenschmied, Wagner, Tischler, Sattler, 3 Schneider/Schneiderinnen, Schuhmacher, Maurer, Trafik, Straßenwart.

Vereine:
Freiwillige Feuerwehr, Gesangsverein,
Spar- und Darlehenskassa