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Baumöhl

48° 51' N, 15° 56' O

Podmolí

Znaim

Geschichte
Urkundlich erstmals erwähnt 1433 als Besitz von Klosterbruck 1190; als „Baumoel“ 1525 genannt, im 30-jähr. Krieg bis auf 20 Einwohner dezimiert. Nach 1918 mit tschechischen Waldarbeitern besiedelt. Die deutsche Schule wird 1919 für tschechische Kinder requiriert, die Tatsache, daß 27 deutschen nur 2 tschechische Kinder gegenüberstehen, wird umgedreht. Nach langen Kämpfen wird für die Kinder der drei ersten Klassen Privatunterricht durch den Deutschen Kulturverband gestattet, der in einem 3 mal 4m großen Zimmer stattfindet, dabei darf jeweils nur ein Kind unterrichtet werden. Die tschechischen Gendarmen kontrollieren diese Auflage ständig und stören dadurch den Unterricht. 1938 veranstalten tschechische Gendarmen häufig Hausdurchsuchungen bei deutschen Familien, angeblich, um nach Waffen zu suchen.

Matriken seit 1705 (bei Luggau).

Bezirk und Gericht Znaim

Platzdorf 1370 ha, 402 m ü.d.M.

Baudenkmäler, Einrichtungen:
Kapelle zur Schmerzhaften Muttergottes, 1753 erbaut vom Abt von Klosterbruck mit barocker Ausstattung; Vesperbildgruppe um 1520. Eingepfarrt nach Luggau.
Burg und Gut Neuhäusel liegen im Gemarkungsbereich.

Schule: Volksschule, einklassig

Vereine:
Freiwillige Feuerwehr, 1889.