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P.Klemens Maria Hofbauer

Generalvikar des Redemptoristenordens

1751 Taßwitz - 1820 Wien

Pater Klemens Maria Hofbauer, geboren am 26. Dezember 1751 in Taßwitz bei Znaim, kam als Lehrling zum Znaimer Bäckermeister Dobich (in anderer Schreibweise Dobsch) am Ottokarplatz, dann als Bäcker ins Stift Klosterbruck. Hier besuchte er die Klosterschule, bezog die Einsiedelei „Guckethay“ bei Mühlfraun, unternahm eine Pilgerfahrt nach Rom, wo er nach Absolvierung der theologischen Studien 1784 in die Kongregation der Redemptoristen eintrat und zum Priester geweiht wurde. Im Jahre 1787 übernahm er in Warschau die Kirche St.Benno und entfaltete hier für Deutsche und Polen als Reformer der Seelsorge, der Schule und der Caritas eine segensreiche Tätigkeit. In Rom ernannte man ihn zum Generalvikar des Redemptoristenordens im Gebiet nördlich der Alpen, doch 1808 wurde er aus Polen ausgewiesen. Nach Ordensgründungen in Deutschland und in der Schweiz kam er nach Wien, wo er an der Minoritenkirche und bei St.Ursula wirkte und zum geistigen Führer der katholischen Erneuerung, zum Akademikerseelsorger (Hofbauerkreis) und zur Zentralgestalt des Romantikerkreises (darunter Friedrich Schlegel, Zacharias Werner, Clemens Brentano, Joseph von Eichendorff) wurde. Von Kaiser Franz I. erreichte er die Zulassung des Redemptoristenordens in Österreich und die Zuweisung der Kirche „Maria am Gestade“. Hofbauer prägte das katholische Leben Wiens und Österreichs auf lange Zeit. Er starb am 15. März 1820 in Wien; seine Gebeine befinden sich seit 1860 in der Kirche „Maria am Gestade“. Klemens Maria Hofbauer wurde 1888 selig und 1909 heilig gesprochen; Papst Pius X. erklärte ihn 1914 zum Stadtpatron von Wien. Er ist auch einer der heiligen Patrone des Bistums Brünn, einziger aus Mähren stammender Heiliger und Heimatpatron der Südmährer. Kardinal König weihte 1977 eine von den Südmährern geschaffene Gedächtnisstätte zu Ehren des südmährischen Heiligen in der Kirche St.Marien in Geislingen-Altenstadt.