Klemens Kramert

Dechant

1909 Mißlitz - 1979 Klosterneuburg

Dechant Monsignore Klemens Kramert, geboren am 7.November 1909 in Mißlitz, maturierte am Gymnasium in Nikolsburg, studierte in Brünn, wo er 1936 zum Priester geweiht wurde, und kam als Kaplan nach St.Niklas in Znaim. Seit seiner Gymnasialzeit bis 1938 war er führend in südmährischen „Staffelstein“, der katholischen studentischen Jugendbewegung, tätig. Als letzter deutscher Stadtpfarrer von St.Niklas war er in der schwierigsten Zeit, da Religionsunterricht an den Schulen nicht mehr möglich war, unermüdlicher Seelsorger; seine Pfarre wurde geistiger und religiöser Mittelpunkt für die Katholiken, vor allem für die Jugend und die in Znaim eingerückten Angehörigen der deutschen Wehrmacht katholischen Glaubens. Nach seiner Vertreibung kam er nach Wien, wo er bald die Pfarre St. Michael in Wien-Heiligenstadt übernahm. Hier versammelte er die in Wien verbliebenen Znaimer Studenten zu Ausspracherunden und fand außerdem ein reiches Betätigungsfeld bei den Ausgrabungen unter der romanischen St. Jakobs-Kirche, wo ein frühchristliches Grab – höchstwahrscheinlich das des heiligen Severin – vor allem durch seine Initiative freigelegt werden konnte. Klemens Kramert gründete die Wiener Beethoven-Gesellschaft und die am Heiligenstädter Pfarrplatz veranstalteten Freikonzerte. Der Vielbeschäftigte fand aber immer wieder Zeit für seine Landsleute, betreute nach dem Tode von Dr. Zabel die Wallfahrten der Südmährer und fungierte als Sprecher der sudetendeutschen Priester in österreich. Bald nachdem er sich in der Pension in das Chorherrenstift Klosterneuburg zurückgezogen hatte, starb er dort am 3.Juli 1979.

tätig: Wein |