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Josef Freiherr von Sonnenfels

Jurist und Professor für Kameralwissenschaften

1733 Nikolsburg - 1817 Wien

Sein Vater Lipman Perlin kam von Berlin über Eisenstadt nach Nikolsburg, wo 1733 sein Sohn Josef geboren wurde. Im Jahre 1738 trat die Familie zum Katholizismus über, nahm den Familiennamen Wiener an und übersiedelte 1745 nach Wien, wo der Vater Alois Wiener als Lehrer morgenländischer Sprachen an der Universität tätig war. Dieser wurde von Maria Theresia 1746 in den Freiherrenstand mit dem Namen von Sonnenfels erhoben. Josef von Sonnenfels, Jurist, wurde 1763 Professor für Polizei und Kameralwissenschaften (Staatswissenschaften) an der Wiener Universität. Als solcher verfasste er das grundlegende Lehrbuch „Grundsätze der Polizei, Handlungs- und Finanzwissenschaft“, als Literaturfreund gab er kritische Zeitschriften heraus, wie „Mann ohne Vorurteil“, in der er rücksichtslos die Fehler aller Gesellschaftsschichten aufzeigte, und die „Briefe über die Wienerische Schaubühne“, in welchen er den Hanswurst des Wiener Theaters bekämpfte. Im Jahre 1770 wurde Sonnenfels zum Zensor des deutschen Theaters ernannt und in die Bücherzensurkommission und in die Studienhofkommission berufen. Er war für Kaiser Joseph II. einer der wichtigsten Mitstreiter bei der Abschaffung der Folter, Reformierung des österreichischen Schulwesens, des Theaters sowie bei der Gründung des Burgtheaters. Sonnenfels war Hofrat der Hofkanzlei und Vizepräsident der Akademie der bildenden Künste in Wien, wo er 1817 starb.


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