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Franz I. von Dietrichstein

Bischof von Ölmütz

1570 Madrid - 1636 Olmütz

Kardinal Franz I. von Dietrichstein, geboren am 22.August 1570 in Madrid, hatte engste Beziehungen zu Nikolsburg, da seine Familie seit 1575 die Herrschaft Nikolsburg besaß. Franz von Dietrichstein erhielt 1599 die Kardinalswürde, wirkte von 1599 bis 1636 als Bischof von Olmütz und war seit 1607 außerdem Präsident des Kaiserlichen Geheimen Rates. Nach der Schlacht am Weißen Berg 1620 ernannte ihn Kaiser Ferdinand II. zum Kaiserlichen Generalkommissar und Statthalter von Mähren. Er residierte in Nikolsburg, das durch ihn einen bedeutenden Aufschwung erfuhr, und gründete hier 1625 die Propstei mit dem KollegiatKapitel. In Zuge der Gegenreformation wurden durch ihn in Mähren über 200 neue Pfarreien eingerichtet. Besondere Verdienste um das Schulwesen erwarb sich Kardinal Dietrichstein durch die Berufung der Pianisten ins Land. In Nikolsburg entstand 1631 die erste Niederlassung dieses Schulordens nördlich der Alpen. Die Gründung bedeutender Bibliotheken in Nikolsburg und Kremsier geht ebenfalls auf diesen Kardinal zurück. Er starb am 19.September 1636 in Brünn und wurde in der Bischofakirche in Olmütz beigesetzt.

tätig: Nikolsburg | Kremsier | Brünn |