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Hans Zechmeister, Raufhändel. Federzeichnung 1974

Der konfliktträchtige Beginn der 1. Tschechoslowakischen Republik

Der Streit beginnt

Die Tschechisierungpolitik kam aus Sicht des deutschen Bevölkerungsteils einer Unterdrückung gleich. Die Arbeitslosigkeit stieg, Tschechen wurden bevorzugt. Deutschsprachig zu sein wurde auf nationalistische Weise abgewertet. Mit dem Erstarken des Nationalsozialismus im Deutschen Reich erstarkte auch die rechtsgerichtete Sudetendeutsche Partei (SdP) in der CSR. Unter der Führung von Konrad Henlein wurde die SdP bei den Wahlen von 1935 mit 44 von 300 Sitzen sogar die stärkste Partei überhaupt im parteienzersplitterten tschechischen Parlament. 1938 im März besetzte Nazi-Deutschland zunächst Österreich und rief einen internationalen Konflikt um die Deutschen in Tschechien herauf, der am 29. September mit dem "Münchner Abkommen" endete. Die deutschen Gebiete wurden Teil des Deutschen Reichs.